«Nabires Tod ist eine Katastrophe»
Eines von weltweit fünf Nördlichen Breitmaulnashörnern gestorben
publiziert: Dienstag, 28. Jul 2015 / 18:42 Uhr
Nabire (Bild) wurde eine Eizelle entnommen. Man hofft auf künstliche Befruchtung.
Nabire (Bild) wurde eine Eizelle entnommen. Man hofft auf künstliche Befruchtung.

Prag - Die Nördlichen Breitmaulnashörner sind akut vom Aussterben bedroht. Nun starb eines der letzten fünf Exemplare in einem Zoo in Tschechien. «Dieser Verlust ist schwer in Worte zu fassen», sagte am Dienstag der Direktor des Tierparks in Dvur Kralove, Premysl Rabas.

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Das weibliche Nashorn namens Nabire habe an einer mehr als 40 Kilogramm schweren Zyste gelitten und sei am Montagabend gestorben. «Es gab keine Möglichkeit, sie zu heilen», sagte Rabas.

Nabire kam im November 1983 im Zoo im Norden Tschechiens auf die Welt und hatte bereits in den vergangenen Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Die weltweite Population der Nördlichen Breitmaulnashörner ist nun auf vier Tiere geschrumpft. Ein älteres Weibchen ist in einem Zoo in San Diego untergebracht. Ein ebenfalls betagter Bulle lebt mit zwei Nashorn-Kühen in einem Reservat in Kenia.

Die drei Breitmaulnashörner waren 2009 aus dem Zoo in Dvur Kralove nach Afrika gebracht worden, in der Hoffnung, dass sie sich in freier Wildbahn vermehren. Doch dieser Versuch scheiterte.

Zahlreiche ihrer Artgenossen wurden in der Vergangenheit durch Wilderer getötet, da ihren Hörnern vor allem im asiatischen Raum aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird.

«Katastrophe»

Nabires Tod sei eine Katastrophe, sagte Zoodirektor Rabas. Die Menschheit mit ihrer «unsinnigen Habgier» habe eine weitere Tierart an den Rand des Aussterbens gebracht.

Die letzte Hoffnung für die Nördlichen Breitmaulnashörner liegt nun in einer künstlichen Befruchtung mit eingefrorenem Sperma von Tieren aus dem Zuchtprogramm des tschechischen Zoos, das im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung lagert. Nabire wurde nach ihrem Tod eine Eizelle entnommen, die an ein Speziallabor in Italien geschickt wurde.

Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Befruchtung sei zwar gering, sagte Rabas. Dennoch müsse alles versucht werden, um die Dickhäuter auf diese Weise vor dem Aussterben zu retten.

 

(fest/sda)

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