Eingeständnis falscher Kriegsrechtfertigung: Bush unter Beschuss
publiziert: Mittwoch, 9. Jul 2003 / 07:27 Uhr

Washington - Nach dem Eingeständnis der US-Regierung, sich zur Rechtfertigung des Irak-Krieges auf fragwürdige Geheimdienstberichte gestützt zu haben, haben die oppositionellen Demokraten Präsident George W. Bush Täuschung vorgeworfen.

Wilson wirft der US-Regierung nach Verifizierung des Uran-Kauf-Berichts Überbewertung vor. Bild: Inspektion der IAEA in Irak.
Wilson wirft der US-Regierung nach Verifizierung des Uran-Kauf-Berichts Überbewertung vor. Bild: Inspektion der IAEA in Irak.
Es könnte das erste Mal in der Geschichte der USA sein, dass ein Präsident das amerikanische Volk in seiner Rede zur Lage der Nation wissentlich getäuscht habe, erklärte der Vorsitzende der Demokraten, Terry McAuliffe, am Dienstag in Washington.

Der demokratische Senator aus Florida, Bob Graham, sah sich in der Vermutung bestätigt, dass es keine glaubwürdigen Beweise dafür gebe, dass Irak den Besitz von Nuklearmaterial angestrebt habe. Die Glaubwürdigkeit Bushs stehe mehr und mehr in Zweifel.

Das Weisse Haus hatte zuvor erstmals eingeräumt, dass Bush die angebliche Beschaffung von nuklearem Material in Afrika durch Irak in seiner Rede zur Lage der Nation im Januar überbewertet habe.

Uranvorwurf

Bush hatte Ende Januar in seiner Rede Irak beschuldigt, sich zum Aufbau eines Atomwaffenprogramms in Afrika mit Uran versorgt haben zu wollen.

Er berief sich dabei auf Informationen des Kriegsverbündeten Grossbritannien. Die Anschuldigungen dienten der US-Regierung als eine der Rechtfertigungen für den Krieg gegen Irak.

Der frühere US-Botschafter Joseph Wilson war vom US-Geheimdienst CIA im vergangenen Jahr beauftragt worden, in Niger die Informationen über den angeblichen irakischen Uran-Kauf zu verifizieren.

Nach seiner Rückkehr hatte er der US-Regierung vorgeworfen, Geheimdienstmaterial gezielt überbewertet zu haben, um die angeblich von Irak ausgehende Gefahr darlegen zu können.

Zudem hatte der Diplomat das Weisse Haus vor entsprechenden britischen Geheimdienstberichten gewarnt. Bislang haben die US-geführten Streitkräfte in Irak noch keine Hinweise auf Massenvernichtungswaffen gefunden.

(bsk/sda)

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