Einheitskrankenkasse klar gescheitert
publiziert: Sonntag, 11. Mrz 2007 / 12:42 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Mrz 2007 / 18:13 Uhr

Bern - Keine Revolution im Gesundheitswesen: Wuchtig hat der Souverän die linke Volksinitiative für eine soziale Einheitskrankenkasse verworfen. In der Romandie kam das Begehren deutlich besser weg, doch Ja sagten nur der Jura und Neuenburg.

Es gibt nur eine eidgenössische Vorlage an diesem Wochenende.
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Das in der Westschweiz lancierte und vorab von der SP und den Grünen unterstützte Volksbegehren verlangte nicht nur den Ersatz der 87 heutigen Krankenkassen durch eine einzige Kasse, sondern auch einkommensabhängige Prämien. Mit rund 1 588 000 Nein (71,2 Prozent) gegen 642 000 Ja (28,3 Prozent) legte das Volk sein Veto ein. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,5 Prozent.

Auch das Ständemehr war kein Thema. Als einzige Kantone hiessen der Jura mit 57,7 und Neuenburg mit 51,4 Prozent die Initiative gut. Einmal mehr tat sich in einer sozialen Frage ein Graben zwischen den Sprachregionen auf. Das Tessin und die Romandie, wo die Prämienlast besonders drückt, zeigten weit mehr Verständnis für die Einheitskasse als die Deutschschweiz.

Als Prämien-Spitzenreiter meldete der Kanton Genf nur 54,2 Prozent Nein. Das gleiche Ergebnis gab es auch im Tessin, wo nach den Umfragen ein Ja nicht überrascht hätte. Auch in der Waadt (54,9 Prozent) schnitt die Initiative vergleichsweise gut ab. In Freiburg (62,8) und dem Wallis (72,7) fiel das Nein hingegen schon wesentlich deutlicher aus.

Appenzell-Innerrhoden stimmt eindeutig «Nein»

Am bösesten unter die Räder kam das Volksbegehren mit 91,7 Prozent Nein im Kanton Appenzell Innerrhoden, der die tiefsten Prämien kennt. Es folgten Nidwalden (88,5), Schwyz (87,2), Obwalden (87,2), Zug (84,2), Luzern (82,7), Graubünden (82,5), Thurgau (82,1), Glarus (81,8), Aargau (81,6), Appenzell Ausserrhoden (81,5), Uri, (81,2) und St. Gallen (80,3).

Das gnädigste Deutschschweizer Nein steuerte mit 65,4 Prozent der Kanton Basel-Stadt bei, in dem die zweithöchsten Durschnittsprämien des Landes bezahlt werden. Davor lagen Bern (69,9), Basel-Landschaft (74,4), Solothurn (75,3), Schaffhausen (75,4) und Zürich (78,2).

(fest/sda)

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