Fatah und Hamas einig
Einheitsregierung im Gazastreifen
publiziert: Donnerstag, 25. Sep 2014 / 17:03 Uhr
Nach dem 50-tägigen Gaza-Krieg hatten sich die beiden auf die Wiederaufnahme geeinigt.
Nach dem 50-tägigen Gaza-Krieg hatten sich die beiden auf die Wiederaufnahme geeinigt.

Kairo - Fatah und Hamas haben sich auf die Rückkehr zu einer Einheitsregierung im Gazastreifen verständigt. Die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und die radikalislamische Hamas hätten nach zweitägigen Verhandlungen in Kairo eine Übereinkunft erzielt.

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Das teilten Vertreter beider Seiten am Donnerstag in der ägyptischen Hauptstadt mit. Die Vereinbarung gilt nach dem Gaza-Krieg als wichtige Voraussetzung für Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand mit Israel und den Erfolg einer internationalen Geberkonferenz für den durch Israel abgeriegelten Küstenstreifen im Oktober.

Die Einheitsregierung war im April zwischen den Palästinenserorganisationen vereinbart worden. Israel hatte sich vehement gegen die Integration der Hamas in die Regierung gestemmt.

Nach 50-jährigem Krieg

Zudem warf die von der Fatah dominierte Palästinensische Autonomiebehörde der Hamas vor, die Handlungsfähigkeit der Konsensregierung im Gazastreifen stark zu begrenzen. Gleichzeitig kritisiert die Hamas, dass die Autonomiebehörde die Gehälter der von ihr eingesetzten 45'000 Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst nicht bezahlt.

Nach dem 50-tägigen Gaza-Krieg hatten sich Israel und die Palästinenser am Dienstag auf die Wiederaufnahme indirekter Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand ab Ende Oktober geeinigt.

Geberkonferenz Mitte Oktober

Als Voraussetzung für den Erfolg der Verhandlungen gilt ein geschlossenes Auftreten der Palästinenser und die Einbindung der Hamas in eine Einheitsregierung. Noch vor den Gesprächen soll am 12. Oktober eine internationale Geberkonferenz für den Wiederaufbau des Gazastreifens stattfinden. Auch hier hatten zahlreiche Staaten die Rückkehr zu einer Einheitsregierung zur Voraussetzung für ihre Teilnahme gemacht.

Die israelische Armee hatte nach anhaltendem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen im Juli eine Offensive mit Luftangriffen und zeitweise auch Bodentruppen gestartet. Insgesamt wurden im Gaza-Krieg mehr als 2140 Palästinenser, mehrheitlich Zivilisten, darunter über 500 Kinder, und 73 Israelis getötet. Weite Teile des Küstenstreifens wurden zerstört. Seit dem 26. August gilt eine Waffenruhe in dem Konflikt.

(awe/sda)

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Hält die Ruhe?
Wieder so ein Fall von
menschlichem Versagen! Und vor der Küste Gazas gäbe es bedeutende Erdgasvorkommen, schreibt Wikipedia. Also müsste es dort zu einem behaglichen Leben reichen! Das Gebiet scheint jedoch nie zur Ruhe zu kommen, von der Antike bis heute war das Gebiet umstritten und immer wieder wechselte die Herrschaft, es kam nur zu kurzen Blütezeiten. Speziell unter den Römern!
Im grossen Staatenbund des römischen Reiches, wo Recht und Ordnung wenigsten im Ansatz herrschten, wo natürlich auch die Stadt Rom vom Handel prächtig profitierte, konnten sich solche kleinen Winkel entwickeln, vergleichbar mit der EU, wo ja auch der freie Handel im Fokus steht und wo sich die kleinen Länder ebenfalls wie im römischen Reich am wohlsten fühlen. Siehe Luxemburg, Litauen, Dänemark und die Schweiz? usw.
Machtmenschen wiegeln aber ständig unter rigoroser Ausnützung von Glaube und blödsinniger Ideologie die Menschen auf. Sie fangen neue Kriege an, wenn sie Ihre Macht schwinden sehen, hier die Hamas, dort die Putins. Und denen ist es völlig egal, wenn die eigene Bevölkerung massakriert wird, das stärkt lediglich ihre Machtposition. *Seht her, was der Feind mit euch macht! Ohne uns wärt ihr schon lange von den Israelis (den faschistischen Ukrainern usw.) vernichtet worden, ihr braucht uns!"
Leider können die Menschen in Diktaturen ihren Peinigern, selbst wenn sie die einst selbst gewählt hatten, nicht mehr entkommen. Nach der "Machtergreifung" (Siehe NSDAP, siehe Putin) sind die Menschen dem Lumpenpack leider hilflos ausgeliefert. Wehret den Anfängen, würde unsere Kubra sagen, und Recht hat sie!
Ehrlich, mich wundert das immer wieder, Diktatoren müssen wirklich saudumm sein, denn wenn diese Moslembrüder oder diese Silowiki Ihrem Volk ein freies Leben in Wohlstand ermöglichen würden, wäre ihre Macht doch weitaus mehr gesichert, als mit diesen Zwangsjacken. Vielleicht ist ja da die Bibel wirklich im Wege, auch Gott hat es nicht geschafft, die Menschen zu bessern, zuerst die Vertreibung aus Eden, dann die Sintflut, dann die Opferung seines Sohnes, nichts hat's gebracht! Alles für die Katz gewesen.
Ob die Moslembrüder wohl zu viel die Bibel und den Koran studieren und darüber die Menschen vergessen? Na. klar, wenn schon Gott versagt, dann sollten wir Menschen uns nicht über ihn erheben und Wohlstand schaffen, der ja nur zu frevelhaftem Leben verleidet.
Alle Religiösen sind potenziell gefährlich!
Oder aber, diese Typen sind die neuere, subtilerere Art der Strafe Gottes, wer kennt schon Gottes Wege? (Ich scheiss auf solche Götter, denen die Vorhäute der männlichen und die Verschleierungen der weiblichen Gläubigen wichtiger sind, als das Wohlergehen der Menschen, ganz ehrlich!)
Was wir hier
nie erfahren, ist wie die Bevölkerungsteile, die der Hamas kritisch gegenüberstehen, drangsaliert und getötet werden.
Ich mein jetzt diejenigen, die sich laut überlegen, wieso ein Stadtstaat mit einer wundervollen Küste es nicht schafft, mit seinen Nachbarn in Frieden zu leben, an der Küste einige Hotels zu bauen und eine Wasserentsalzungsanlage. Das Geld, das die Hilfswerke aus aller Welt nach Gaza gepumpt haben, würde dafür locker reichen. Nur schon der Tourismus würde ein eigenständiges Leben erlauben.
Dazu noch das mediterane Klime, das geeignet ist für Gemüse- und Früchteanbau. Weinbau wäre ein weiteres Betriebsfeld.
Gaza könnte es gut gehen und die Leute hätten ein gutes Leben.
Aber die Hamas hat andere Ziele.
Vielleicht...
geht M. Abbas bald einen Schritt weiter und zeigt auf die "Erfolge" der Hamas:
Mehr als 2000 Tote, den Raketenprovokationen geschuldet. Eine Trümmerwüste und eine traumatisierte Schutzschirm-Bevölkerung.
Wieder hat der Terror einen Krieg verloren und nichts dazugelernt.
.
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