Einigung auf Massnahmen gegen steigende Strompreise
publiziert: Dienstag, 21. Okt 2008 / 13:08 Uhr

Bern - Vier Tage vor der Aussprache mit Bundesrat Moritz Leuenberger haben sich Stromproduzenten und -verbraucher auf Massnahmen gegen drohende Strompreiserhöhungen geeinigt. Ins Visier genommen werden die Netzgebühren und Zuschläge für Ökostrom.

Am Runden Tisch forderten die Teilnehmer verschiedene Massnahmen gegen die steigenden Strompreise.
Am Runden Tisch forderten die Teilnehmer verschiedene Massnahmen gegen die steigenden Strompreise.
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Die Teilnehmer, die sich am Montag zum vierten Mal am Runden Tisch getroffen haben, beschlossen fünf Sofortmassnahmen. Das teilte der Dachverband der Schweizer Wirtschaft economiesuisse mit.

So soll die nationale Netzgesellschaft Swissgrid die Gebühren für die Durchleitung des Stroms verringern.

Diese Gebühr liegt derzeit bei 0,9 Rappen pro Kilowattstunde. Die Stromproduzenten hatten für die Durchleitung höchstens mit 0,2 Rappen gerechnet.

Zuschläge für Ökostrom

Ausserdem sollen die Zuschläge für Ökostrom verringert werden. Mit den aktuellen Abgaben von 0,45 Rappen pro Kilowattstunde würden bis zu 88 Millionen Franken zu viel angehäuft, sagte Urs Näf, Leiter Energie von economiesuisse auf Anfrage. Der Bundesrat müsse den Zuschlag deshalb korrigieren.

Am Runden Tisch forderten die Teilnehmer als dritte Massnahme die Klärung der offenen Buchhaltungsfragen. Stromproduzenten hatten Anlagen aktiviert, die bereits früher abgeschrieben worden waren. Die Wirtschaft fordert nun präzise Angaben darüber, welche Voraussetzungen für Tariferhöhungen durch Betriebskosten gelten.

Überhöhte Netzpreise

Mit einem vierten Schritt sollen Grossverbaucher in einer Übergangszeit das bisherige Tarifmodell beibehalten. Als fünfte Sofortmassnahme wollen die Stromproduzenten klären, wie überhöhte Netzpreise im selben Jahr an die Kunden zurückgegeben werden können.

Sollten diese Sofortmassnahmen bis zur Einführung der neuen Verordnung per 1. Januar 2009 nicht mehr zum Tragen kommen, ziehen die Vertreter von Stromproduzenten und -verbraucher drastische Schritte in Betracht, etwa sie Aussetzung der Bestimmungen über die Anrechung der Betriebskosten.

(li/sda)

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