Einsprache gegen geplanten Turm auf der Davoser Schatzalp
publiziert: Dienstag, 23. Mrz 2004 / 19:33 Uhr

Davos/Bern - Die Stiftung für Landschaftsschutz Schweiz (SL) ist gegen das geplante Hochhaus in Form eines 105 Meter hohen Turms auf der Davoser Schatzalp. Eine bei der Gemeinde Davos deponierte Einsprache richtet sich gegen die vorgesehenen Rodungen.

Rodungen von 11 000 Quadratmetern seien für touristische Wohnbauten ungewöhnlich gross, schreibt die SL ihrer Einsprache zur Revision der Ortsplanung Schatzalp. Ausnahmen vom bestehenden Rodungsverbot dürften nur bei übergeordneten Interessen gemacht werden, die aber nicht vorhanden seien.

Der von den Basler Architekten Herzog und de Meuron entworfene Turm mit Hotel und Eigentumswohnungen wäre das höchste Gebäude Graubündens und so hoch wie das Berner Münster. Die Baute würde gemäss SL nicht in die Landschaft passen. Bei der Planung sei das Prinzip der Kontrastierung zwischen Natur und Architektur angewandt worden, was auf der Schatzalp nicht akzeptierbar sei.

Weiter regt die SL an, die Bruttogeschoss-Fläche im Turm deutlich zu reduzieren. Ausserdem sollen die Auswirkungen der höheren Förderleistung der Standseilbahn sowie die Reaktivierung des Skigebiets Strela im Zusammenhang mit der Gesamtplanung des Davoser Skigebiets untersucht werden.

(bsk/sda)

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