Einwanderungsabkommen Paris-Dakar
publiziert: Sonntag, 24. Sep 2006 / 13:24 Uhr

Dakar/Paris - Frankreich hat mit Senegal ein Abkommen zur Regulierung der Einwanderung geschlossen.

Sarkozy hatte mit seiner Forderung in Afrika Proteste hervorgerufen.
Sarkozy hatte mit seiner Forderung in Afrika Proteste hervorgerufen.
Es erleichtert die Aufnahme senegalesischer Studenten, Geschäftsleute und Künstler in Frankreich, dafür sollen illegale Einwanderer schneller abgeschoben werden können.

Paris gibt 2,5 Millionen Euro für «Mikroprojekte» in der Landwirtschaft Senegals, um dort Arbeitskräfte zu binden.

«Aus der Perspektive Senegals ist es eine abgestimmte Migration, aus der Sicht Frankreichs eine ausgewählte Einwanderung», sagte Innenminister Nicolas Sarkozy am Samstag in Dakar. «Wir können die Wanderbewegungen nicht meistern, ohne miteinander zu sprechen.»

Abwanderung von Akademikern?

Sarkozy hatte mit seiner Forderung, Frankreich müsse seine Einwanderer auswählen und nicht erleiden, in Afrika Proteste hervorgerufen. Der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade hatte unter anderem eine Abwanderung von Akademikern und einen Reisestopp für schlecht Ausgebildete befürchtet.

Dieses Missverständnis sei ausgeräumt, sagte Sarkozy. Er fügte aber hinzu: «Weder Europa noch Frankreich können alle aufnehmen, die von einem Eldorado träumen.» Eine allgemeine Grenzöffnung würde die Gesellschaft destabilisieren. Man müsse Afrika helfen, sich zu entwickeln. «Das heutige Unglück Afrikas ist die morgige Katastrophe Europas», sagte er.

(bert/sda)

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