Eisheiligen fallen dieses Jahr aus
publiziert: Dienstag, 9. Mai 2006 / 17:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Mai 2006 / 21:27 Uhr

Bern - Die Eisheiligen, Schrecken der Bauern und Hobbygärtner, dürften ihrem Namen heuer kaum gerecht werden.

Die Eisheiligen haben in diesem Jahr keine Chance:  Kälterückfälle wird es nicht geben.
Die Eisheiligen haben in diesem Jahr keine Chance: Kälterückfälle wird es nicht geben.
Wie jedes Jahr vom 12. bis 14. Mai ziehen Pankraz, Servaz und Bonifaz ins Land. Ihnen folgt am 15. Mai die Kalte Sophie. Dieses Jahr zeigen sich die drei gestrengen Herren und die kalte Dame aber nicht von ihrer härtesten Seite. Gemäss den Prognosen von MeteoSchweiz dürfte das Wetter am Wochenende wechselhaft, aber frühlingshaft warm werden: Ab Freitag werden Temperaturen deutlich über 20 Grad erwartet.

Die drei Eismänner - Pankraz, der Helfer bei Meineid und falschem Zeugnis, Servaz, der Schutzpatron gegen Fussleiden, Todesfurcht und Rattenplage sowie Wohltäter Bonifaz - sind benannt nach Heiligen. Die kalte Sophie war einer Legende nach eine römische Jungfrau, die den griechischen Namen «Weisheit» trug.

Bauernregeln

Vor ihnen warnen zahlreiche Bauernregeln: «Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi, und zum Schluss fehlt noch die kalte Sophie», heisst es in einer süddeutschen Bauernregel. «Servaz und die Kalte Sophie müssen vorübersein, willst Du vor Nachtfrost sicher sein», lautet eine andere Regel, die aus Graubünden stammt.

Tatsächlich sind Kälterückfälle im Mai immer wieder zu beobachten. Sie sind auf Nordlagen zurückzuführen, die zu dieser Zeit ihre grösste Häufigkeit haben und Polarluft bis nach Mitteleuropa führen können.

Päpstliche Kalenderreform

Die Eisheiligen haben ihren Platz im Kalender zwar zwischen dem 11. und 15. Mai, doch sie gehören eigentlich dort gar nicht hin. Wegen einer 1582 durch Papst Gregor XIII. vorgenommenen Kalenderreform mussten sie im Kalender «zügeln». Ihren angestammten Platz hatten sie zwischen dem 19. und dem 23. Mai.

Wie langjährige Beobachtungen zeigen, haben sich die Eisheiligen von der Kalenderreform und ihrem neuen Platz aber nicht beeindrucken lassen. An den kalendarischen Eisheiligen herrscht meist deutlich schöneres und wärmeres Wetter als an den ursprünglichen Tagen.

(fest/sda)

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