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Schweizer Eishockey-Junioren übertrafen alle Erwartungen
Eishockey: Aus WM-Gold wurde nichts - Silber für U18-Nati
publiziert: Sonntag, 22. Apr 2001 / 20:21 Uhr

Helsinki - Aus dem Goldtraum wurde nichts. Dafür strahlt das gewonnene Silber umso schöner. Die Schweizer Eishockey U18-Junioren übertrafen an der WM in Finnland alle Erwartungen. Sie unterlagen im WM-Final den körperlich klar überlegenen Russen 2:6. Den Schweizern fehlte einer wie Ilia Kowaltschuk, der drei Tore erzielte.

Kowaltschukar war in Helsinki vor über 5000 Zuschauern als dreifacher Torschütze die herausragende Figur und stoppte den Schweizer Höhenflug praktisch im Alleingang.

Trotz der deutlichen Niederlage sorgten die Schweizer mit dem Gewinn der Silber-Medaille für den grössten Erfolg auf der Nachwuchsebene. Der sensationelle Halbfinalsieg dokumentierte das Potenzial der Schweizer Eishockey-Bewegung mit Nachdruck. Seit den dritten Plätzen an der U18-EM in Tschechien (1997) und an der U20-WM in Finnland (1998) sicherten die Junioren dem Verband nun innerhalb von vier Jahren die dritte Medaille.

Und mit dem Klotener Elite-Goalie Tobias Stephan, der in sieben Partien insgesamt 92,7 Prozent aller Schüsse pariert hatte, wurde ein Schweizer Spieler ins Allstar-Team gewählt. Severin Blindenbacher (Kloten), Raffale Sannitz (Lugano) und Beat Forster (Davos), die auffälligsten Akteure des starken Schweizer Kollektivs, spielten sich überdies mit überzeugenden Auftritten in die Notizblöcke der NHL-Beobachter.

Tor-Doubletten entschieden

Zwei Tor-Doubletten entschieden die Partie vorzeitig. Im Startdrittel traf der russische Topskorer Ilia Kowaltschuk mit einem platzierten Slapshot zum frühen 1:0 (5.), keine drei Minuten später erhöhte Verteidiger Tutin auf Vorarbeit Kowaltschuks auf 2:0. Von den ersten beiden Tiefschlägen erholten sich die Schweizer gut und gelangten durch Sannitz gar in Unterzahl zum Anschlusstreffer. Der zweiten russischen Tempoverschärfung hatten sie im zweiten Abschnitt dann allerdings nichts mehr entgegen zu setzen.

Innerhalb von 170 Sekunden manövrierten die Osteuropäer die Defensivabteilung der Schweizer im weltmeisterlichen Stil gleich zweimal aus. Erst kurvte Schischkanow auf dem Weg zum 3:1 gekonnt um sämtliche Schweizer Verteidiger, ehe der überragende Kowaltschuk sein herrliches Solo zum 4:1 abschloss. Goalie Stephan, der im Verlaufe des Turniers mit manch starker Vorstellung ins Rampenlicht gerückt (und letztlich gar ins Allstar-Team) gerückt war, konnte den negativen Lauf der Dinge auch im letzten Drittel nicht mehr verhindern.

Kowaltschuk im Fokus der NHL

Die erneut kampfstarken Schweizer brauchten sich wenig bis nichts vorwerfen zu lassen. Obschon sie sich mit Vehemenz gegen ihr Schicksal gestemmt hatten, mussten sich die Aussenseiter dem Diktat der hochkarätig besetzten russischen Auswahl beugen. Einzig nach dem 1:2 durch Sannitz, so schien es zumindest, verloren die überheblich wirkenden Russen während einiger Minuten die Kontrolle der Partie. Aus jener, vielleicht zehnminütigen Schwächeperiode der Russen hätten die Schweizer mit etwas mehr Fortune im Abschluss durchaus Profit schlagen können.

Russland verdiente sich den Titel zweifelsohne. In der Vorrunde gewann der neue Weltmeister im Schnitt mit über sieben Plustoren, einzig im sportlich belanglosen Gruppen-Spiel gegen Schweden resultierte eine 3:4-Niederlage. Mit Grigorenko, Trubatschew, dem vorzüglichen Center der ersten Sturmformation, und insbesondere Kowaltschuk, dem stärksten Stürmer des Turniers, vereinten die Russen die hochklassigsten Individualisten.

Der Moskowiter Kowaltschuk dürfte im nächsten NHL-Draft im Frühling von den Atlanta Thrashers oder den New York Islanders wohl als Nummer 1 oder 2 der Overall-Scouting-Liste gezogen werden. In sechs Partien schoss der 1,92-m-Hüne, der vor wenigen Tagen seinen 18. Geburtstag feierte, elf Treffer und liess sich zudem vier Assists notieren -- beeindruckende Werte!


Schweiz - Russland 2:6 (1:2, 0:2, 1:2)

IFK-Halle, Helsinki. -- 5076 Zuschauer. -- SR Mariconda (USA), Favorin (Fi)/Svensson (Sd). -- Tore: 6. Kowaltschuk (Trubatschew) 0:1. 8. Tutin (Kowaltschuk, Trubatschew) 0:2. 11. Sannitz (Ausschluss Blindenbacher!) 1:2. 33. (32:03) Schischkanow (Kaigorodow) 1:3. 33. (32:32) Kowaltschuk (Trubatschew) 1:4. 41. Kowaltschuk (Tutin) 1:5. 45. Bärtschi (Blindenbacher) 2:5. 50. Grigorenko (Schischkanow, Kaigorodow) 2:6. -- Strafen: 9mal 2 plus 10 Minuten (Forster) gegen die Schweiz, 8mal 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Stephan; Boss, Forster; Ramholt, Dällenbach; Gossweiler, Baumgartner; Blindenbacher, Schenker; Gruber, Ambühl, Schnyder; Conz, Sannitz, Peter; Bühler, Lemm, Bärtschi; Küng, Triulzi.

Bemerkungen: Schweiz ohne Moser (Sehnenriss im Daumen). 13. Kicktor Russland annulliert. 60. Pfostenschuss Gruber.

U18-WM in Finnland. Final: Schweiz - Russland 2:6 (1:2, 0:2, 1:2). -- Um Platz 3: Finnland - Tschechien 2:1 (1:0, 1:1, 0:0). -- Um Platz 5: Deutschland - USA 2:1 (0:1, 2:0, 0:0).

Individuelle Turnier-Auszeichnungen. Bester Torhüter: Stephan (Sz). -- Bester Verteidiger: Koltsow (Russ). -- Bester Stürmer: Kowaltschuk (Russ). Allstar-Team: Stephan (Sz); Koltsow (Russ), Kniatsew (Russ); Helminen (USA), Grigorenko (Russ), Kowaltschuk (Russ).

(ba/sda)

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