Eishockey-Nati auf dem Prüfstand
publiziert: Montag, 13. Dez 2004 / 16:29 Uhr

Das Eishockey-Nationalteam befindet sich in Piestany (Slk) auf dem Prüfstand: Im letzten Turnier vor der Olympia-Qualifikation im Februar in Kloten trifft die Schweiz innerhalb von 44 Stunden auf die Slowakei (am Donnerstag), Kanada und Österreich.

Sind Kruegers Mannen bereit?
Sind Kruegers Mannen bereit?
Vor einem Jahr gingen die Schweizer im slowakischen Badekurort baden: Gegen den Gastgeber setzte es eine 2:5-Ohrfeige ab; gegen Österreich wurde in den letzten 227 Sekunden ein 3:0 verspielt, wodurch das Team von Ralph Krueger den Loto-Cup auf dem letzten Platz beendete.

Beunruhigen liess sich damals aber niemand, denn "in den letzten Jahren war der Dezember-Termin stets eine sehr entspannende Angelegenheit", so Ralph Krueger.

Diesmal ist das ganz anders. Krueger: "Wir befinden uns in der Schlussphase der Vorbereitung auf das Olympia-Qualifikationsturniers. Von den Akteuren wird viel erwartet, deshalb haben wir ihnen am Sonntag und Montag frei gegeben.

Wir werden Details anpacken, Über- und Unterzahlblöcke bilden. Das sind Dinge, die wir normalerweise erst im Frühling unmittelbar vor der WM ausprobierten."

Die Schweiz will sich in Piestany gemäss Krueger primär als Team entwickeln. Der Nationalcoach fordert aber auch Siege, denn "je besser die Ergebnisse, desto mehr Selbstvertrauen nehmen wir mit in den Februar."

Nicht jammern

Die Gegner von dieser Woche sind wesentlich stärker als Japan, Norwegen und Dänemark, mit denen es die Schweiz im Februar zu tun bekommt. Ausserdem musste Ralph Krueger übers Wochenende einen kompletten Block ersetzen; mit den Backs Olivier Keller und Goran Bezina sowie den Stürmern Marcel Jenni und Flavien Conne sagten verletzungshalber vier Schlüsselspieler ab.

Krueger: "Wir wollen aber nicht jammern. Absagen kann es auch im Februar geben. Der Januar ist im Schweizer Hockey einer der anspruchvollsten Monate."

Im Mix für die 22 Plätze für das Februar-Aufgebot befinden sich momentan 4 Torhüter, 11 Verteidiger und 18 Stürmer. Wegen der Olympia-Qualifikation verzichtete Krueger diesen Herbst mit zwei Ausnahmen (Cyrill Geyer, Romano Lemm) auf das Ausprobieren neuer Akteure.

Aufsteiger wie Rapperswils Thomas Walser müssen bis zur WM-Vorbereitung warten, ehe sie die bestandenen Cracks in der Nationalmannschaft herausfordern können.

Slowakei favorisiert

Der Turniersieg in Piestany führt über Gastgeber Slowakei, welcher am Donnerstagabend erster Gradmesser für das Schweizer Team sein wird. Im 29-Mann-Kader von Frantisek Hossa figurieren acht Weltmeister von 2002, zehn aktuelle und ehemalige NHL-Akteure, unter ihnen seine Söhne Marcel und Marian Hossa sowie Lubos Bartecko, Michael Handzus und Pavol Demitra.

Krueger: "Die Slowaken sind heiss auf uns, sie sinnen auf Revanche!" Die Schweiz verlor zwar zuletzt zweimal gegen die Slowakei WM-Viertelfinals, besiegte das Hossa-Team aber letzten April in Bratislava und vor einem Monat am Deutschland-Cup.

Die kanadische Equipe wirkt auf den ersten Blick stärker als im Vorjahr, als im dritten Block sogar Trevor Meier mitstürmen durfte. Aus der Nationalliga erhielten Verteidiger Jame Pollock (Kloten) und Stürmer Hnat Domenichelli (Ambri) ein Aufgebot von Headcoach Marc Habscheid.

Die Österreicher, die im Februar wie die Schweiz um einen Olympia-Platz kämpfen, verzichten ebenfalls weitgehend auf Experimente. Sie reisen mit 13 Akteuren des letztjährigen WM-Teams an.

Piestany (Slk). Vierländerturnier. Donnerstag, 16. Dezember: Kanada - Österreich (14.30 Uhr). Slowakei - Schweiz (18.00). -- Freitag: Schweiz - Kanada (14.30 Uhr). Slowakei - Österreich (18.00). -- Samstag: Österreich - Schweiz (13.00 Uhr). Slowakei - Kanada (17.00).

Das Schweizer Aufgebot:
Tor (2): Marco Bührer (Bern). Ronnie Rüeger (Lugano). -- Verteidigung (7): Severin Blindenbacher (Kloten). Cyrill Geyer (Rapperswil). Timo Helbling (Kloten). Mathias Seger (ZSC Lions). Martin Steinegger (Bern). Mark Streit (ZSC Lions). Julien Vauclair (Lugano). -- Sturm (13): Andres Ambühl (Davos). Patric Della Rossa (Zug). Patrick Fischer (Zug). Sandy Jeannin (Lugano). Michael Liniger (Ambri). Romano Lemm (Kloten). Patrick Oppliger (Zug). Martin Plüss (Västra Frölunda). Marc Reichert (Bern). Ivo Rüthemann (Bern). Daniel Steiner (Langnau). Adrian Wichser (Lugano). Valentin Wirz (Fribourg). -- Trainer: Ralph Krueger.

(rr/Si)

 
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