Eishockey: Neue Regeln - Besserer Schutz für kreative Spieler
publiziert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 20:48 Uhr

Die neuen Regeln im Schweizer Eishockey sorgen immer wieder für Diskussionen. Heini Schmid, Geschäftsführer der Schiedsrichter beim Schweizerischen Eishockey-Verband, liegt jedoch viel daran, dass die Hintergründe für die Neuerungen allen bekannt sind.

Stacy Roest ist einer der kreativen Spieler, die von den neuen Regeln profitieren sollen.
Stacy Roest ist einer der kreativen Spieler, die von den neuen Regeln profitieren sollen.
Beim Verband zerbricht man sich in Sachen "Attraktivität im Eishockey" laufend die Köpfe. Heini Schmid kennt die Hintergründe der "neuen Regel-Welle" im internationalen und nationalen Hockey.

Er erinnert er an die Worte von René Fasel, Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF): "Wir müssen keine Regeländerungen vornehmen, sondern die vorhandenen Spielgesetze konsequent anwenden.”"

Diese Ansicht teilt Schmid und holt weiter aus: “Wir wollen mithelfen, dass talentierte Hockeycracks ihr Fähigkeiten ausspielen können, ohne laufend gestört zu werden. Dazu gibt es für den Schiedsrichter klare Richtlinien. Jeder Körperkontakt gegen einen Spieler ohne Puck ist verboten. Dies soll für den Künstler zu einem Gewinn werden, damit hat er mehr Freiheiten auf dem Eis."

"Gleichzeitig sind schwächere Spieler gezwungen, ihr Spiel umzustellen. Weniger talentierte Hockeyspieler müssen ihre Beweglichkeit steigern und im taktischen Verhalten dazulernen. Nur so können sie den Aktionsradius ihrer Gegenspieler wieder mit fairen Mitteln einschränken."

Das Argument einer "verweichlichten Liga" lässt Schmid nicht gelten. "Uns Schiedsrichtern geht es nicht darum, dass Hockey zu einer Soft-Sportart avanciert. Im Gegenteil, die Schiedsrichter haben am Freude, wenn bei einem Match hart, aber korrekt die Post abgeht."

In diesem Zusammenhang richtet er eine wichtige Botschaft an die Fans: "Behinderungshockey darf man auf keinen Fall mit hartem Eishockey verwechseln!"

Dass es noch Probleme mit der Regel-Interpretation durch die Schiedsrichter und dem Verständnis der Spieler gibt, streitet Schmid nicht ab. <ü> Dies will er aber nicht überbewerten. "Nicht nur im Eishockey verursachen Veränderungen während einer gewissen Anlaufszeit allgemeine Unsicherheit." Deshalb ist das für ihn kein Thema. "Jetzt müssen wir einfach konsequent die neuen Regeln angewenden, nur so kommen wir später in den Genuss eines besseren Produktes.”

(Robert Szendröi/eishockey.ch)

 
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