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Eishockey-WM für Schweizer Nati vorbei
publiziert: Montag, 4. Mai 2009 / 22:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Mai 2009 / 23:30 Uhr

Für die Schweizer Nati ist die Eishockey-WM aus und vorbei, denn sie holte den Sieg gegen die USA nicht in der normalen Spielzeit, sondern erst in der Overtime.

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Die Schweiz bezwang die USA zum Abschluss der WM-Zwischenrunde erst in der Verlängerung mit 4:3. Der herrliche Siegtreffer von Roman Wick (61.) kam zu spät. Das Out wäre nur in der regulären Spielzeit abzuwenden gewesen.

Wick traf 14 Sekunden zu spät, nicht nach 59:59, sondern nach 60:13. Geträumt haben die Gastgeber vom grossen Coup. Der Vorstoss unter die besten acht Nationen galt als Minimalziel. Nun hat Ralph Krueger den wohl grössten Rückschlag seiner zwölfjährigen Amtszeit zu verdauen. Erstmals seit der WM in Riga haben die Schweizer die Viertelfinals verpasst - nun aber erstmals im eigenen Land. Das wird vor allem Krueger massiv Kritik eintragen.

Nach zwei herben Enttäuschungen stemmten sich die Schweizer gegen die amerikanische NHL-Auswahl mit vereinten Kräften und angetrieben vom wunderbar stimmgewaltigen Anhang gegen den verfrühten Abschied von der WM-Bühne. Mehr als ein zwar respektables, aber letztlich wertloses 3:3 erreichten sie in der regulären Spielzeit nicht. Plüss' Ausgleich in der 50. Minute blieb das letzte Highlight. Gefordert war ein Sieg - Game over vor der Overtime.

Aufopfernd kämpfende Schweizer

Zweimal erarbeitete sich die Schweiz eine Führung, zweimal konterten die Amerikaner. Als Romano Lemm kurz nach Spielmitte mit seinem zweiten Turniertor zum 2:1 traf, wähnten die wieder über 10'000 Supporter das Glück endlich auf Seiten der Gastgeber. Obschon die US-Boys den zweiten Abschnitt deutlich beherrschten (17:4 Schüsse), führten die aufopfernd kämpfenden Schweizer.

Mit Lemms Treffer wechselte das Momentum gleichwohl nicht die Seite - und vom Glück begünstigt waren die Schweizer ohnehin schon während des gesamten Turniers nie. Ein Beleg dafür sind jene Sekunden vor dem zweiten Ausgleich der Nordamerikaner. Thomas Zieglers Schuss prallte vom Pfosten zurück, das unmittelbare Break endete mit Higgins' 2:2.

Dass ausgerechnet der zuvor starke Keeper Martin Gerber das Comeback der US-Equipe mit einem Fehlgriff ermöglichte, passte irgendwie ins schiefe Bild; die Vorgeschichte zum 2:3 ebenfalls. Im Schweizer Boxplay wertete der Referee eine harmlose Intervention Jeannins als Foul. Die unverhoffte Offerte schlug Ron Hainsey nicht aus. Zwölf Sekunden vor der zweiten Pause markierte der Atlanta-Verteidiger sein zweites Tor.

Julien Sprunger im Inselspital

Für Julien Sprunger, der gegen Schweden überzählig gewesen war, dauerte die Partie gegen Kanada bloss sieben Minuten. Sprunger wurde von David Backes brutal in die Bande gecheckt. Der Stürmer von Fribourg-Gottéron wurde mit Verdacht auf eine Nackenverletzung ins Inselspital überführt. Sprunger musste vom Eis getragen werden; es geht ihm aber den Umständen entsprechend gut.

Nach kurzfristigen Lähmungserscheinungen in den Fingern und Füssen kann er nun wieder alles bewegen. Folgeschäden seien nach der ersten MRI-Untersuchung nicht zu befürchten, sagte Nationaltrainer Ralph Krueger.

Schweiz - USA 4:3 (1:0, 1:3, 1:0, 1:0) n.V.
PostFinance-Arena, Bern. - 10 317 Zuschauer. - SR Orszag/Piechaczek (Slk/De), Bouguin/Kicha (Fr/Ukr). - Tore: 10. Ambühl (Blindenbacher, Streit/Ausschlüsse Backes, Brown) 1:0. 26. Hainsey (Pavelski/Ausschluss Paterlini) 1:1. 32. Lemm (Jeannin) 2:1. 36. Higgins (Ballard) 2:2. 40. (39:48) Hainsey (O'Sullivan/Ausschlüsse Ambühl, Jeannin) 2:3. 50. Plüss (Du Bois, Rüthemann) 3:3. 61. (60:13) Wick (Seger) 4:3. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 plus 5 Minuten (Backes) plus Spieldauer (Backes) gegen die USA.

Schweiz: Gerber; Streit, Weber; Blindenbacher, Bezina; Du Bois, Seger; Josi; Wick, Jeannin, Lemm; Paterlini, Ziegler, Déruns; Rüthemann, Plüss, Ambühl; Sprunger, Sannitz, Monnet; Romy.

USA: Esche; Hainsey, Suter; Johnson, Liles; Niskanen, Ballard; Bogosian; Brown, Backes, Blake; Okposo, O'Sullivan, Oshie; Pavelski, Higgins, Shannon; Stafford, Stempniak, Wilson; Foligno.

Bemerkungen: Schweiz ohne Rüeger (Ersatzgoalie), Gardner (Handverletzung), Furrer (überzählig). 8. Sprunger mit Verdacht auf Nackenverletzung ausgeschieden. Schweiz ab zweitem Drittel ohne Blindenbacher. Pfostenschüsse: 35. Ziegler; 38. Higgins. 59. Blake. 59. Schweiz ab 58:30 bis 59:48 und ab 59:55 ohne Goalie. 29. Tor der USA annulliert wegen hohen Stocks. Schüsse: Schweiz 25 (10-3-11-1). USA 23 (6-13-4-0). Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/3, USA 2/4.

(smw/Si)

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