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Eishockey: Zurück zum Grande Lugano
publiziert: Dienstag, 8. Apr 2003 / 21:52 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Apr 2003 / 22:15 Uhr

Erstmals seit 1999 und nach vielen Enttäuschungen steht der HC Lugano, der erfolgreichste Klub seit Einführung der Playoffs, wieder ganz oben.

Larry Huras führte Lugano zum 6. Meistertitel.
Larry Huras führte Lugano zum 6. Meistertitel.
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Die Luganesi haben den 6. Meistertitel im 10. Final seit 1986 wohlverdient. Während der Saison und im Final gelang es ihnen, viele Widerwärtigkeiten wegzustecken.

Wer erwartet hatte, dass die "Bianconeri" sich wie fast immer sogleich in den oberen Ranglistenregionen einnisten würden, täuschte sich. Lugano lag Mitte November auf dem mickrigen 7. Platz, die Playoff-Qualifikation schien gefährdet. Mit dem Wechsel vom langjährigen Trainer und Sportchef Jim Koleff zu Larry Huras änderte sich aber Einiges: Dank zwölf Siegen in Serie führte Huras das Team rasch wieder in standesgemässe Sphären. Im Gegensatz zu vielen "Nothelfern" vergass Huras im Triumph seinen Vorgänger nicht: "Ich musste der Mannschaft nur das Vertrauen zurückgeben. Es ist aber auch Jims Team, er hat die Spieler ausgewählt und geformt."

Huras feierte gestern Abend ein Jubiläum. Nach vier Titeln mit Rouen (Fr), einem mit den ZSC Lions sowie internationalen Meriten (zweimal im Continental-Cup mit Ambri, einmal mit den Lions sowie einem europäischen Supercup mit den Leventinern) ist dies der 10. Grosserfolg des extrovertierten Hünen.

Aus der vierten Position in die Playoffs gestartet, setzten sich die Tessiner gegen Kloten mit 4:1 durch und eliminierten danach die enttäuschenden ZSC Lions mit demselben Resultat. Gegen Davos geriet der HCL dann unnötig mit 0:2 Siegen in Schieflage, ehe er im dritten Spiel eher glückhaft einen 2:3-Rückstand nach 52 Minuten in ein 5:3 umwandelte und damit die Wende einleitete.

Kein Zufall, dass das 3:3 in jener Partie André Rötheli gelang. Der Stürmer, in der Qualifikation kaum zu sehen, entwickelte sich in der Schlussphase neben dem lange verletzt gewesenen Petteri Nummelin und Playoff-Topskorer Brandon Convery zum Antreiber schlechthin. Die Verantwortung wurde auf deutlich mehr Schultern verteilt als früher, als Christian Dubé regelmässig forciert worden war. Die Spieler dankten es dem Coach mit viel Tempo, was sich gegen die müden Davoser -- 12 Spiele in 26 Tagen -- mehr und mehr auswirkte.

Grossen Anteil hatte der in den ersten beiden Finalpartien oft und teilweise aufs Übelste kritisierte Ronnie Rüeger. Der EVZ-Meistergoalie von 1998 stach zuerst Klotens Jungtalent Tobias Stephan aus, fiel dann gegen Ari Sulander (ZSC) nicht ab und bot im zweiten Finalteil dem Davoser Lars Weibel die Stirn. Nach Renato Tosio und Reto Pavoni ist Rüeger der erst dritte Goalie mit Schweizer Pass, der während der letzten Dekade zu mindestens zwei Titeln Entscheidendes beizutragen wusste.

Auch in der kommenden Saison wird mit Lugano zu rechnen sein. Von den Leistungsträgern sind nur Rötheli (Bern), Murovic (Langnau) und Bertaggia (Rücktritt) nicht mehr dabei. Als Zuzug steht Nationalmannschafts-Verteidiger Steve Hirschi (Langnau) fest, im Gespräch ist der finnische Starstürmer Ville Peltonen.

Bertaggia, der die Schlittschuhe nach über 800 Einsätzen für Lugano an den Nagel hängt, wird Teamleiter und bleibt damit in der Organisation, der auch Jörg Eberle wieder angehören wird. Der "Capitano del Cuore" kehrt als Manager an die Stätte seiner grössten Erfolge zurück. Die beiden Integrationsfiguren sollen dazu beitragen, im Tessin auch während der Qualifikation wieder Begeisterung zu entfachen. Diesmal wies Lugano mit 3737 den zweittiefsten Zuschauerdurchschnitt der Liga aus und zeigte sich erst in den Playoffs auf allen Ebenen, dass die Zeiten des "Grande Lugano" wieder aufleben könnten.

Porträt des HC Lugano

Gründungsjahr: 1941. -- Präsident: Beat Kaufmann. -- Bisherige Erfolge: 6mal Meister NLA (1986, 87, 88, 90, 99, 2003). Zweimal Meister NLB (1971, 82). Dreimal Qualifikation fürs Europacup- Finalturnier (1987, 90, 2000). Spenglercup-Final 1991. Kader. Tor: Ronnie Rüeger (30-jährig). Matthias Lauber (26). -- Verteidigung: Mark Astley (34). Sandro Bertaggia (38). Joel Fröhlicher (21). Olivier Keller (32). Petteri Nummelin (Fi/30). Barry Richter (USA/32). Patrick Sutter (32). Noel Guyaz (30). Andreas Hänni (24). -- Sturm: Jean-Jacques Aeschlimann (35). Jan Cadieux (23). Krister Cantoni (29). Flavien Conne (23). Brandon Convery (Ka/29). Keith Fair (35). Régis Fuchs (33). Ryan Gardner (24). Sandy Jeannin (27). Mike Maneluk (Ka/30). Corey Millen (USA/38). Mirko Murovic (22). Andy Näser (28). André Rötheli (32). Raffaele Sannitz (19). Adrian Wichser (23). -- Coach: Larry Huras (Fr/Ka/47); Assistent Ivano Zanatta (Ka/It/43).

von Marco Keller

(bert/Si)

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