Eiskunstlauf: Lambiel und Carquillat top
publiziert: Freitag, 19. Dez 2003 / 20:06 Uhr

Trotz zwei Stürzen ist Favorit Stéphane Lambiel an den Schweizer Eiskunstlauf-Meisterschaften in Neuenburg nach dem Kurzprogramm Erster. Bei den Frauen liegt Cindy Carquillat in Führung.

Stéphane Lambiel dürfte der Titel des Schweizer Meisters kaum zu nehmen sein.
Stéphane Lambiel dürfte der Titel des Schweizer Meisters kaum zu nehmen sein.
Hinter Lambiel nehmen der siebenfache Schweizer Meister Patrick Meier und Jamal Othman vor der heutigen Kür die weiteren Podestplätze ein. Bei den Frauen sind Myriam Flühmann und Viviane Käser auf den Rängen 2 und 3 klassiert.

Lambiel lief es in seinem Kurzprogramm zur Musik von Shakira überhaupt nicht rund. Der 18-jährige Walliser stürzte beim Vierfach-Toeloop, den er mit einem Dreifach-Toeloop kombinieren wollte, und beim dreifachen Axel. Auch sonst zeigte der dreifache Schweizer Meister zweimal ungewohnte Unsicherheiten.

Dies manifestierte sich in der A-Note, in welcher er schlechter als Othman und nur minim besser als Meier abschnitt. Die Differenz zur Konkurrenz schuf Lambiel im B-Wert für den künstlerischen Ausdruck (5,6 bis 5,8). Es erstaunt immer wieder, mit welcher Ausstrahlung Lambiel jeweils seine Programme vorführt.

"Ich kann nicht sagen, wieso es so gekommen ist", sagte Lambiel, "ich war bereit". Dass er es kann, bewies er im sechsminütigen Einlaufen, in welchem er alles stand. Es sei wie auf einem Hochseil, umschrieb der EM-5. und WM-10. dieses Frühjahrs die Schwierigkeiten im Eiskunstlauf. Eine mögliche Erklärung sind die zahlreichen Prüfungen in der Schule in dieser sowie der letzten Woche.

Er sei in dieser Zeit etwa eine Stunde pro Tag auf dem Eis gewesen, habe jedoch alles gemacht, erzählte Lambiel. "Immer 200 Prozent", das ist das Motto das Wallisers. Aus diesem Grund hat er auch versucht, im Kurzprogramm alles zu zeigen, obwohl er es sich national locker leisten könnte, auf die schwierigsten Elemente zu verzichten. Deshalb wird er auch heute in der Flamenco-Kür wieder Vollgas geben.

Patrick Meier und Jamal Othman kämpfen um den zweiten Schweizer Startplatz an den Europameisterschaften Anfang Februar in Budapest. Obwohl Meier, der die Kombination verhaute, im Zwischenklassement vor Othman platziert ist, hinterliess letzterer den besseren Eindruck. Zwar landete der 17-jährige Berner beim zweiten Sprung der Dreifach-Dreifach-Kombination sowie beim dreifachen Flip nicht ganz sauber, blieb aber ansonsten fehlerlos.

"Gut, aber nicht optimal", bilanzierte dessen Trainerin Jacqueline Kiefer. Othmans Leistung ist überhaupt nicht selbstverständlich, hatte er sich doch Ende Mai einer Fussoperation unterziehen müssen, worauf er sechs Wochen an Krücken ging. Dementsprechend kurz fiel die Vorbereitungszeit aus; für das Einstudieren des neuen Kurzprogramms blieb kaum Zeit. Bereits die vergangene Saison hatte er wegen der Verletzung mehrheitlich verpasst. "In den Trainings war ich relativ sicher, daher habe ich schon damit gerechnet, dass es geht", gab sich Othman selbstbewusst.

Cindy Carquillat nutzte in Abwesenheit von Sarah Meier sowie Kimena Brog Meier die Gunst der Stunde und überzeugte mit einer schönen Kombination Dreifach-Salchow/Doppel-Toeloop; beim dreifachen Toeloop stürzte sie allerdings. Die 17-jährige Bernerin nimmt erst zum zweiten Mal an nationalen Meisterschaften in der Kategorie Elite teil; bei der Premiere 2002 wurde sie Sechste. Vor zwei Jahren hatte sie bei den Juniorinnen Silber geholt.

Männer. Stand nach dem Kurzprogramm: 1. Stéphane Lambiel (Genf) 0,5. 2. Patrick Meier (Winterthur) 1,0. 3. Jamal Othman (Bern) 1,5. 4. Moris Pfeifhofer (Bülach) 2,0. 5. André Kilchenmann (Thun) 2,5.

Frauen. Stand nach dem Kurzprogramm: 1. Cindy Carquillat (Bern) 0,5. 2. Myriam Flühmann (Illnau-Effretikon) 1,0. 3. Viviane Käser (Zürich-Oerlikon) 1,5. 4. Lucie-Anne Blazek (Lugano) 2,0. 5. Jennifer Schmid (Kloten) 2,5. 6. Corinne Djoungong (Genf) 3,0.

Junioren. Stand nach dem Kurzprogramm: 1. Marco Walker (Engelberg) 0,5. -- Juniorinnen. Schlussrangliste: 1. Bettina Heim (Herisau) 1,5. 2. Caroline Zadory (Yverdon) 4,5. 3. Sandra Germann (Winterthur) 5,0.

(von Sascha Fey, Neuenburg /Si)

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