Eklat in Portugals Parlament: Manuel Pinho muss gehen
publiziert: Freitag, 3. Jul 2009 / 11:23 Uhr

Lissabon - Skandal bei der letzten Parlamentssitzung vor der Sommerpause in Portugal: Wirtschaftsminister Manuel Pinho musste am Donnerstagabend (Ortszeit) in Lissabon seinen Hut nehmen, nachdem er einen politischen Rivalen beleidigt hatte.

Pinho machte gegenüber Bernardino Soares den «Gehörnten», was soviel wie «betrogener Ehemann» bedeutet.
Pinho machte gegenüber Bernardino Soares den «Gehörnten», was soviel wie «betrogener Ehemann» bedeutet.
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In einer Debatte über die Lage der Nation hatte Pinho den Abgeordneten der Kommunistischen Partei Bernardino Soares die über dem Kopf erhobenen Zeigefinger gezeigt und mit den «Hörnern» zur allgemeinen Empörung angedeutet, der Mann sei von seiner Frau betrogen worden.

Ministerpräsident José Sócrates von der Sozialistischen Partei forderte den Rücktritt des Ministers und nahm dessen darauffolgendes Gesuch umgehend an.

Finanzminister Fernando Teixeira wird nun auch das Wirtschaftsressort übernehmen. «Das war nicht zu entschuldigen», klagte Sócrates, der bei den jüngsten Europawahlen eine schwere Niederlage erlitten hatte.

Der Skandal um Pinho, der unterdessen den Zwischenfall bereute, setzt der unter Druck stehenden Sozialisten- Regierung in Portugal vor den Parlamentswahlen Ende September weiter zu.

(li/sda)

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