El Baradei warnt vor nuklearer Rüstungsspirale
publiziert: Samstag, 9. Feb 2008 / 18:52 Uhr / aktualisiert: Samstag, 9. Feb 2008 / 20:31 Uhr

München - Der Chef der Atomenergiebehörde IAEA, Mohammed el Baradei hat vor den Gefahren einer atomaren Rüstungsspirale gewarnt. Zugleich rief er die Atomwaffenstaaten auf der 44. Münchner Sicherheitskonferenz zur Abrüstung auf.

Mohammed el Baradei verlangte, die Atomstaaten müssten bei der Abrüstung mit gutem Beispiel vorangehen.
Mohammed el Baradei verlangte, die Atomstaaten müssten bei der Abrüstung mit gutem Beispiel vorangehen.
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El Baradei betonte, durch die weitere Verbreitung von Massenvernichtungswaffen werde die weltweite Unsicherheit erhöht. «Die Welt befindet sich in einem Zustand der Unordnung.» Jedes Land mit einer mittleren Industrie-Infrastruktur sei in der Lage, Atomwaffen zu entwicklen.

El Baradei kritisierte zudem, es habe in jüngster Zeit weltweit 150 Fälle von Atom-Schmuggel gegeben. «Gott sei Dank war nichts davon waffentauglich.» Er verlangte, die Atomstaaten müssten bei der Abrüstung mit gutem Beispiel vorangehen.

Abrüstung auch bei Kleinwaffen gefordert

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier betonte, Abrüstung dürfe sich nicht allein auf Atomwaffen beschränken. Kleinwaffen und vor allem Streumunition seien ebenfalls in erschreckendem Masse verbreitet worden. Ein universelles Verbot von Streumunition in militärischen Arsenalen sei das klare Ziel.

Im Streit um das iranische Atomprogramm warnte Steinmeier die internationale Staatengemeinschaft davor, mit dem Druck auf das Land nachzulassen. Iran müsse die bestehenden Befürchtungen «glasklar» entkräften.

Der Bericht der US-Geheimdienste zum Iran enthalte entgegen dem weit verbreiteten Eindruck keinen Freispruch für das Land.

Kooperation mit Russland erwünscht Steinmeier plädierte für eine enge Kooperation mit Russland. «Wir brauchen Russland als Partner.» Der Aussenminister lobte zudem ausdrücklich die US-Gesprächsangebote und Gespräche der NATO-Partner wie Polen mit Russland über das in Osteuropa geplante US-Raketenabwehrsystem.

Hunderte Menschen haben am Nachmittag in München gegen die Sicherheitskonferenz protestiert. Bis zum Abend erwarteten Polizei und Veranstalter rund 5000 Teilnehmer zu einer Demonstration in der Innenstadt.

(fest/sda)

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