El Kaida-Verbündeter bleibt in Schweizer U-Haft
publiziert: Mittwoch, 29. Dez 2004 / 12:56 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 29. Dez 2004 / 13:15 Uhr

Bellinzona - Der mutmassliche Leiter eines Netzwerks zur logistischen Unterstützung von Gruppierungen mit Verbindung zur El Kaida bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Bundesstrafgericht hat seine Haftentlassungsbeschwerde abgewiesen.

Der verdächtige soll ein Netzwerk geleitet haben, das El-Kaida indirekt logistisch unterstützt habe.
Der verdächtige soll ein Netzwerk geleitet haben, das El-Kaida indirekt logistisch unterstützt habe.
Der als Asylbewerber in der Schweiz lebende Mann war im Januar 2004 im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den Anschlägen in Riad vom 12. Mai 2003 verhaftet worden. Ende Oktober verlangte er seine Freilassung, was ihm jedoch verweigert wurde. Das Bundesstrafgericht hat seine Beschwerde nun abgewiesen.

Laut den Richtern in Bellinzona ist der Verdacht gegen den Betroffenen ausreichend ernsthaft, um seine weitere Inhaftierung zu rechtfertigen. Zudem bestehe entgegen seinen Behauptungen im Falle einer Freilassung weiterhin Kollusions- und Fluchtgefahr.

Gemäss den Richtern in Bellinzona wurde die Telefonnummer des Inhaftierten auf dem Mobiltelefon eines mutmasslichen Urhebers der Terroranschläge von Riad im Mai 2003 gefunden. Bei dem Attentat waren 35 Menschen getötet worden, unter ihnen auch ein Schweizer.

Der Beschwerdeführer soll ein Netzwerk geleitet haben, das logistische Unterstützung für Gruppierungen erbracht hat, die der Terrororganisation El Kaida nahe stehen. Unter anderem habe er zugegeben, mehreren Personen aus den Golfstaaten geholfen zu haben, in die Schweiz einzureisen und diese wieder zu verlassen.

Die Bundesanwaltschaft (BA) hatte im Zusammenhang mit dem Anschlag in Riad im Mai 2003 ein Ermittlungsverfahren eröffnet und insgesamt 10 Personen verhaftet. Teilweise wurden sie mittlerweile wieder entlassen. Im Herbst hat die BA die Sache zur Voruntersuchung an das Eidg. Untersuchungsrichteramt überwiesen.

(fest/sda)

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