El Kaida an Londoner Anschlägen unbeteiligt
publiziert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 09:57 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 23:56 Uhr

London - Das internationale El-Kaida-Netzwerk hat gemäss einer amtlichen britischen Untersuchung nichts mit den verheerenden Terroranschlägen vom 7. Juli 2005 in London zu tun. Die vier Attentäter hätten keine Unterstützung von aussen gehabt.

Beim Anschlag in London am 7. Juli 2005 wurden 56 Menschen getötet.
Beim Anschlag in London am 7. Juli 2005 wurden 56 Menschen getötet.
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Die britische Zeitung «The Observer» veröffentlichte Schlussfolgerungen aus einem Untersuchungsbericht, der offiziell erst in einigen Wochen veröffentlich wird. Demnach gibt es keine Anhaltspunkte für die Vermutung, eine international vernetzte Organisation habe die Anschlagsserie mit erheblichem logistischem Aufwand vorbereitet.

Vielmehr hätten die vier Attentäter ihre «einfache und nicht kostspielige» Operation ohne Unterstützung von aussen geplant - für die Behörden ein Grund zur Besorgnis, dass es Nachahmungstäter geben könnte.

Protestierende Märtyrer

Die vier Selbstmordattentäter verstanden sich dem Bericht zufolge als Märtyrer und wollten gegen die von ihnen als anti-moslemisch empfundene Aussenpolitik der britischen Regierung protestieren. Zu ihren Anschlägen hätten sie sich darüber hinaus ermuntert gefühlt, weil sie von ihrer Unsterblichkeit überzeugt gewesen seien.

Die von den Attentätern in Rucksäcken versteckten Bomben seien für wenige hundert Pfund hergestellt worden. Die vier Briten - drei von ihnen stammten aus Pakistan, der vierte war ein zum Islam übergetretener Jamaikaner - hätten ein Doppelleben geführt und ihre islamistischen Ansichten hinter einem westlichen Gewohnheiten angepassten Lebensstil verborgen.

Die Selbstmordattentäter im Alter zwischen 18 und 30 Jahren hatten 52 Menschen mit in den Tod gerissen. Etwa 700 Menschen wurden bei den Anschlägen auf Londoner U-Bahnen und einen Bus verletzt.

(bert/sda)

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