Elf chinesische Bauarbeiter in Afghanistan getötet
publiziert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 10:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 11:00 Uhr

Kabul - Bei einem Terroranschlag im Norden Afghanistans sind laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua elf chinesische Arbeiter getötet worden.

Die Chinesen arbeiteten auf einer Baustelle im Norden des Landes.
Die Chinesen arbeiteten auf einer Baustelle im Norden des Landes.
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Wie die Agentur unter Berufung auf die chinesische Botschaft in Kabul mitteilte, eröffneten auf einer Baustelle etwa 36 Kilometer südlich von Kundus rund 20 Bewaffnete das Feuer auf die chinesischen Arbeiter und Sicherheitsleute.

Dabei seien elf Chinesen getötet und fünf weitere verletzt worden. Auf der Baustelle waren etwa 100 Arbeiter. Viele von ihnen seien erst am Dienstag angekommen.

Die Volksrepublik China hatte ihre Botschaft in Kabul erst 2002 wieder eröffnet. Die Mission war wegen heftiger Kämpfe während des afghanischen Bürgerkriegs 1993 geschlossen worden.

Die Gegend um Kundus galt bislang vor allem im Vergleich zu südlichen Gebieten als sicher - nicht zuletzt wegen der etwa 200 dort stationierten Bundeswehrsoldaten.

Vor einer Woche hatten Unbekannte auf einer Landstrasse in der nordwestlichen Provinz Badghis einen Geländewagen der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) angegriffen und alle fünf Insassen getötet.

Die afghanische Polizei machte Taliban und El-Kaida-Kämpfer verantwortlich. MSF verlegte daraufhin alle internationalen Helfer in die Hauptstadt Kabul.

(fest/sda)

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