Elfenbeinschmuggel am Flughafen Zürich aufgeflogen
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 14:24 Uhr

Zürich - Mehr als 100 Kilogramm Elfenbein haben die Zollbehörden am Flughafen Zürich entdeckt. Sie kamen aus Kamerun und waren für die USA und Spanien bestimmt. Die Einfuhr des wertvollen Materials ist in der Schweiz verboten.

So offensichtlich wird Elfenbein nicht geschmuggelt.
So offensichtlich wird Elfenbein nicht geschmuggelt.
Offiziell lagen in den beiden Kisten ganz harmlose Handycraft (Kunsthandwerk) und Holzschnitzereien. Und um Kunsthandwerk und Schnitzereien handelte es sich tatsächlich. Bloss waren sie aus Elfenbein.

Wie Marco Benz, vom Zollinspektorat Zürich Flughafen auf Anfrage sagte, befanden sich in einer der Kisten geschnitzte Figuren. Die andere war mit Schnitzereien sowie mit unbearbeiteten Elefanten-Stosszähnen gefüllt.

Im illegalen Handel mit dem weissen Gold lässt sich nach Angaben der eidgenössischen Zollverwaltung ein Kilopreis von 800 Franken für unbehandeltes Elfenbein und von bis zu 3000 Franken für Schnitzereien erzielen. Die rund 100 geschmuggelten Kilo entsprechen rund 30 Stosszähnen.

Laut Benz wurde das Schmuggelgut beschlagnahmt. Was weiter damit geschehe, werde das Bundesamt für Veterinärwesen entscheiden. Wer die heisse Fracht verschickt hatte, wird nun abgeklärt: Als Absender standen absolut nichtssagende Namen auf den Kisten, sagte Benz. Die rechtlichen Möglichkeiten der Schweiz, in Kamerum gegen die Schuldigen vorgehen zu können, seien allerdings sehr beschränkt.

(fest/sda)

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