Eltern sollen vor ihren Kindern geschützt werden
publiziert: Freitag, 9. Jul 2004 / 19:30 Uhr

Bern - Eltern, die von ihrem jugenlichen Nachwuchs geschlagen werden, sollen im Kanton Bern besser geschützt werden: Die Jugendgerichte sollen schlagende Jugendliche künftig während maximal sieben Tagen in einen Sicherheitsgewahrsam nehmen können.

Die Jugendgewalt gegen Eltern hat deutlich zugenommen.
Die Jugendgewalt gegen Eltern hat deutlich zugenommen.
Geplant ist die Einführung des Sicherheitsgewahrsams im Rahmen der Massnahmen gegen häusliche Gewalt im neuen Polizeigesetz, wie das bernische Amt für Inforamtion mitteilte.

Siebentägiger Sicherheitsgewahrsam

Die Gesetzesänderung sieht vor, dass bei häuslicher Gewalt, von der eine akute Gefährdung anderer Personen ausgeht, ein maximal siebentägiger Sicherheitsgewahrsam angeordnet werden kann. Er wird durch eine Justizbehörde angeordnet und automatisch durch das Haftgericht überprüft.

Im regierungsrätlichen Entwurf hatte sich der entsprechende Passus nur auf erwachsene Gewalttäter bezogen, wie Ivo Schwegler, Chef des Rechtsdienstes der Kantonspolizei Bern auf Anfrage sagte.

SP-Antrag

Die Konkretisierung wurde laut Kommissionspräsident Hans Michel (SVP/Brienz) auf Grund eines SP-Antrags und auf Betreiben der Jugendgerichte in den Gesetzesentwurf aufgenommen.

Leider sei es eine Tatsache, dass es in Familien immer häufiger zu Gewaltätigkeiten und Erpressungen von Seiten der Jugendlichen komme.

Deutliche Zunahme der Jugendgewalt

Alex Müller, Jugendgerichtspräsident der Region Bern-Mittelland spricht von einer deutlichen Zunahme der Abklärungen im Bereich von Jugendgewalt gegen Eltern. Zum Teil herrschen Kampfszenen, es geht bis zum eigentlichen Abschlagen.

Die Gesetzesänderung sei sinnvoll, denn es komme immer wieder zu Situationen, in denen Eltern oder Geschwister gefährdet würden und eine vorübergehende Trennung von den gewalttätigen Jugendlichen angezeigt sei. Es gehe nicht an, dass etwa eine Mutter wenn möglich mit jüngeren Geschwister anstelle des Jugendlichen die Wohnung verlassen müsse.

Vorübergehende Unterbringung angestrebt

Der Sicherheitsgewahrsam sehe sie dabei als letzes Mittel. Anzustreben sei, dass gewalttätige Jugendliche vorübergehend bei einem Kollegen oder bei anderen Bekannten untergebracht werden könnten.

Der Grosse Rat berät die Gesetzesänderung voraussichtlich in der Septembersession.

(pt/sda)

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