Eltern wehren sich gegen Rassismus
publiziert: Dienstag, 5. Feb 2008 / 14:44 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Feb 2008 / 16:05 Uhr

Locarno - Die Eltern des 22-jährigen Studenten, der am Karneval von Locarno zu Tode geprügelt wurde, wehren sich gegen eine politische Instrumentalisierung des Falles. Der tragische Tod ihres Sohnes solle nicht Hass und Fremdenfeindlichkeit schüren.

Die drei Täter sitzen in U-Haft.
Die drei Täter sitzen in U-Haft.
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Für die drei mutmasslichen Täter, die bosnische und kroatische Wurzeln haben, forderten die Eltern exemplarische Strafen. «Die Mörder unseres Sohnes sollen von der Justiz als Personen verurteilt werden, unabhängig von ihrer Herkunft», schrieben sie in einem offenen Brief an die Medien.

Sie wünschen sich, dass der Tod ihres Sohnes zum Anlass genommen werde, der «Kultur der grundlosen Gewalt von den Schulen bis zu den Sportanlässen» ein Ende zu setzen. In einem zivilisierten Land hätten die Leute ein Recht darauf, sich ohne Angst in der Öffentlichkeit bewegen zu können.

Dank für Beistand

Überdies dankten sie der Bevölkerung in dem Schreiben für die grosse Anteilnahme. Ihr Sohn wird am Mittwoch auf dem Friedhof von Gordola bei Locarno beerdigt. Den Trauergottesdienst wird der Tessiner Bischof Pier Giacomo Grampa leiten.

Die drei mutmasslichen Täter sitzen derweil in U-Haft. Gegen sie wird wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung ermittelt. Angaben zum Tathergang hat die Tessiner Staatsanwaltschaft bisher noch keine gemacht.

Bekannt ist lediglich, dass der 22-jährige Student in der Nacht auf Samstag in einer dunklen Gasse in der Altstadt von Locarno zusammengeschlagen und mit Fusstritten malträtiert wurde. Er erlag im Spital seinen schweren Verletzungen.

(fest/sda)

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