Empfängnisverhütung durch G-8-Krawalle
publiziert: Freitag, 14. Mai 2004 / 11:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Mai 2004 / 13:34 Uhr

Eine Studie brachte es ans Licht: Die gewaltsamen Zusammenstöße am Rande des G-8-Gipfels in Genua im Juli 2001 haben die Sexualität der Stadtbewohner nachhaltig beeinträchtigt.

In Zuge des G-8 Gipfels kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen.
In Zuge des G-8 Gipfels kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen.
Die Geburtenrate in der norditalienischen Stadt sei nach dem Gipfel um fast 30 Prozent gesunken, so Wissenschaftler in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Es wird vermutet, dass die Demonstrationen und die Gewalt beim G8 eine Stressreaktion mit negativen Konsequenzen auf die Sexualfunktionen und die Fortpflanzungsaktivität ausgelöst haben könnten.

Neun, zehn und elf Monate nach dem Gipfel sei die Geburtenrate um jeweils 29, 23 oder 20 Prozent im Vergleich zu den Vorjahresmonaten zurückgegangen. Ein Drittel der 402 für die Studie befragten Genuesen hätten angegeben, nicht mehr so oft Sex gehabt zu haben. 54 Prozent hätten ausgesagt, sie hätten wegen der Gewalt beim G-8-Gipfel unter Angszuständen und Stress gelitten.

Im Juli 2001 war eine weitgehend friedliche Demonstration von rund 300.000 Globalisierungskritikern aus aller Welt gegen das Gipfeltreffen der acht führenden Industrienationen (G8) in eine Straßenschlacht mit der Polizei ausgeartet. Ein junger Demonstrant wurde dabei erschossen. Bei den Zusammenstößen wurden hunderte Menschen verletzt, ganze Straßenabschnitte wurden verwüstet.

(fest/news.ch mit Agenturen)

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