Empörung über Facebook-Gruppe gegen Down-Syndrom
publiziert: Montag, 22. Feb 2010 / 16:33 Uhr

Rom - Eine gegen Kinder mit dem Down-Syndrom gerichtete Gruppe im Internet-Sozialnetzwerk Facebook hat in Italien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Polizei leitete Ermittlungen nach den Gründern der Gruppe ein, die bis zum späten Sonntagabend 1700 Mitglieder zählte.

Die Seite wurde umgehend gelöscht.
Die Seite wurde umgehend gelöscht.
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Auch die Facebook-Verantwortlichen reagierten: Die Seite wurde derweil gelöscht. Auf der Seite steht über dem Foto von einem Baby, das an der angeborenen Trisomie leidet, der Schriftzug «Idiot». Dazu heisst es, eine «leichte und amüsante Lösung», um «diese (...) Kreaturen» loszuwerden, sei ihre Verwendung als Zielscheibe in Schiesszentren.

Gleichstellungsministerin Mara Carfagna kündigte rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen an. Sie sprach von einem «würdelosen Akt», der «inakzeptabel und gefährlich» sei. Auch die Vorsitzende einer Selbsthilfegruppe für Eltern mit Down-Syndrom-Kindern verurteilte die Gruppe.

Gegengruppen gebildet

«Die Ignoranz der Menschen kennt keine Grenzen», sagte Manuela Colombo der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Auf Facebook bildeten sich binnen kürzester Zeit Gegengruppen, von denen eine bereits mehr als 17'000 Mitglieder zählt.

Die italienische Polizei versuchte zudem, eine Abschaltung der Gruppenseite zu erreichen. Dies kann nach Ansicht von Experten jedoch Zeit in Anspruch nehmen, da das Facebook-Netzwerk seinen Sitz in Kalifornien hat.

38'000 Betroffene in Italien

In Italien kommt eins von 1200 Babys mit dem Down-Syndrom auf die Welt. Etwa 38'000 Menschen leben derzeit mit der Krankheit in Italien, die eine der häufigsten genetisch bedingten Behinderungen ist durch das dreifache Auftreten des Chromosoms 21 hervorgerufen wird.

(fest/sda)

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na und?
na klar gibt es solche Leute.
Für solche Fälle habe ich mein Profil angelegt, damit es niemand anders in meinem Namen tun kann. Zu sehen gibt es da allerdings einfach nichts; es war ja nur ein Test.

Und im übrigen kann ich als Gegenbeispiel jederzeit zeigen, wie man ein E-Mail auf der Kommandozeile fälschen kann.

Nicht jeder muss alles können. Jene, die mit dieser Technik aufwachsen, nutzen selbige ganz selbstverständlich .... und vergessen dabei manche Vorsichtsmassnahme. Das ist es, was wir beitragen können, dass zumindest jene von uns mit technischem Sachverstand aufzeigen, dass man auch da wie überall sonst auch aufmerksam sein muss.

Ich würde mich aber nicht wundern, wenn dies teilweise ein Kampf gegen Windmühlen würde. Wieso sollten alle Jungen auch schlauer sein als jene Alten, die immer noch mit dem Bargeld von der Bank zur Post laufen, um da Einzahlungen zu machen?
nicht verbieten aber
aufklären (siehe jorians link)
Mich stört die Eigendynamik, die solche Dinge entwickeln. Ich halte sie für Brandgefährlich.
"Der hat ja nicht mal Facebook", "Was du hast kein Facebook?"sind Sätze die ich mittlerweilen schon von zwölfjährigen mitbekomme.
Facebook
gut? scheissegal
Ob es nun gut ist oder nicht kann man diskutieren solange man will, diese "social networks" sind nun einmal da.Verbieten könnte man, nur würde es erstens nichts nützen weil zweitens sofort andere Kanäle in die Lücke springen würden.

Da muss die Polizei schon mit-twittern und sich auch auf Facebook bewegen. Die Cyberpolizei eben ....
Abschaffen
soll mir doch endlich einer erklären für was Facebook, Twitter und der ganze scheiss gut ist.
.
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