En passant zum Meistertitel?
publiziert: Samstag, 19. Feb 2005 / 09:39 Uhr

Für die besten Schweizer Curlingteams ist die SM-Finalrunde ein Zwischenhalt auf dem Weg zu höheren Zielen. In der Woche nach den Schweizer Meisterschaften (19. - 26. Februar) werden ebenfalls in Bern die Schweizer Olympia-Ausscheidungen durchgeführt.

Für Mirjam Ott und die Schweizer Curlingteams stehen zwei Wochen Ernstkampf bevor.
Für Mirjam Ott und die Schweizer Curlingteams stehen zwei Wochen Ernstkampf bevor.
Die erfolgreichsten Schweizer Skips Nicole Strausak (Bern II), Luzia Ebnöther (Bern I), Mirjam Ott (Flims), Ralph Stöckli (St. Galler Bär), Bernhard Werthemann (Basel Ysfäger) und Andreas Schwaller (Baden Regio) betrachten die Qualifikation für Turin 2006 mehrheitlich als übergeordnetes Saisonziel.

Im Unterschied zum Auswahlverfahren für Nagano 1998 und Salt Lake City 2002 vergibt Swiss Curling den Olympia-Startplatz für die Männer wie für die Frauen erstmals in einem Turnier -- in den "Olympic Trials".

Konkurrenz für die Frauen

Die sechs erwähnten Teams haben sich als Schweizer Meister der letzten drei Jahre in die Trials gespielt. Aus der anstehenden SM-Finalrunde werden noch allfällige "neue" Meisterteams in die Trials aufgenommen. Indem sie selber Meister werden, können die Gesetzten also verhindern, dass sich der Kreis der Olympia-Anwärter erweitert.

Gerade den arrivierten Frauenteams ist jedoch ernsthafte Konkurrenz erwachsen. Dübendorf mit Skip Silvana Tirinzoni, Junioren-Weltmeisterin 1999, schloss das Qualifikationspensum im Rahmen der Swiss League zusammen mit Ebnöthers Berner Team im 1. Rang ab. Gleich dahinter und punktgleich mit Titelverteidiger Flims folgt das von Manuela Kormann angeführte Baden Regio.

Mirjam Ott mit starker Crew

Kormann, 2001 Schweizer Meisterin mit Zug, konnte ihre Crew erheblich verstärken: mit dem langjährigen Lausanner Skip Carine Mattille auf der 3. Position und mit Heike Schwaller-Wieländer, der Nummer 2 aus dem früheren deutschen Europameister-Team von Andrea Schöpp.

Einen sehr starken Eindruck machte in diesem Winter Mirjam Otts Crew. Die Flimserinnen liessen sich im Dezember an der EM in Sofia erst im Final (von Schweden) stoppen und gewannen im Januar das Weltklasse-Frauenturnier in Bern.

St. Galler nahe am Liga-Rekord

Bei den Männern ist St. Galler Bär zu favorisieren. Die WM-Zweiten von 2003 klassierten sich in den meisten Turnieren der Saison weit vorne und imponierten besonders in der Meisterschafts-Qualifikation, der Swiss League A.

Nach zwei Niederlagen in den ersten zwei Runden gewannen sie 13 Mal hintereinander und verpassten den jetztjährigen Liga-Rekord des Schwaller-Teams nur um einen Sieg. Da alle Teams die Hälfte der Punkte aus der Swiss League in die Finalrunde mitnehmen, haben sich die Ostschweizer einen Bonus von drei und mehr Punkten zugelegt.

(mo/Si)

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