Aurora Australis steckt weiterhin fest
Endlich wieder festen Boden unter den Füssen
publiziert: Freitag, 26. Feb 2016 / 11:44 Uhr

Sydney - Nach zwei Tagen im Packeis sind die Forscher auf dem in der Antarktis festsitzenden australischen Eisbrecher wieder an Land: Die 37 Wissenschaftler wurden am Freitag von der «Aurora Australis» gerettet.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Forscher wurden mit einem Schiff zur nahe gelegenen Forschungsstation Mawson gebracht, wie die australische Antarktis-Behörde AAD mitteilte. Die Crewmitglieder sollten zunächst an Bord bleiben und versuchen, den Eisbrecher wieder flott zu machen.

Die «Aurora Australis» war am Mittwoch bei einer Versorgungsmission für die Mawson-Station in West Arm in Horseshoe Harbour auf Grund gelaufen. Die 68 Forscher und Besatzungsmitglieder an Bord konnten wegen eines Schneesturms zunächst nicht in Sicherheit gebracht werden. Am Schiffsrumpf wurde nach Angaben der AAD ein Riss festgestellt. Dieser gefährde jedoch nicht die Stabilität des Eisbrechers. Auch bestehe keine Gefahr, dass Treibstoff auslaufen könne.

Wenn es der Besatzung gelingt, das Schiff wieder flott zu machen, soll die «Aurora Australis» an eine geschützte Stelle fahren, um den Schaden genauer zu untersuchen, wie die Reederei P&O Maritime Services mitteilte. Dies könne drei Tage dauern.

An dramatischer Rettungsaktion beteiligt

Die «Aurora Australis» war vor zwei Jahren an einer dramatischen Rettungsaktion für ein russisches Forschungsschiff beteiligt gewesen. Die «Akademik Schokalskij» war an Heiligabend 2013 mit 52 Wissenschaftlern, Touristen und Journalisten an Bord steckengeblieben. Diese wurden Anfang Januar 2014 von einem Helikopter des chinesischen Eisbrechers «Xue Long» («Schneedrache») zur «Aurora Australis» geflogen, die die Geretteten nach Tasmanien brachte.

Australien hat drei ständige Forschungsstationen in der Antarktis - Mawson, Davis und Casey - sowie eine weitere auf der Macquarieinsel. Wegen der Panne der «Aurora Australis» sitzen auf der Davis-Station bis zu 30 Menschen fest, die der Eisbrecher zurück nach Australien bringen sollte. Sie sollen nun von einem Flugzeug des US-Antaktisprogramms abgeholt und zunächst zur Casey-Station gebracht werden. Dort sollen sie dann von einem anderen Flugzeug abgeholt werden.

Die AAD hat auch andere Länder um Hilfe gebeten, um die auf Mawson festsitzenden Forscher zurück nach Australien zu bringen. Das chinesische Schiff «Xiao Long» könnte die Station innerhalb weniger Tage erreichen.

(nir/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Sydney - In der Antarktis steckt ein australischer Eisbrecher mit 68 Menschen an Bord fest. Die «Aurora Australis» setzte in West ... mehr lesen
Die Crewmitglieder und Forscher brauchen in der Antarktis Geduld.
Das Forschungsschiff «Shokalskiy». (Archivbild)
Wellington - Das Forschungsschiff, das mit Touristen und Wissenschaftlern an ... mehr lesen
Sydney - Das Drama um das in der Antarktis festsitzende Forschungsschiff «Akademik Schokalskij» und den ebenfalls ... mehr lesen
Beide eingeschlossene Schiffe wurden aus dem Packeis befreit.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels. Während zwei Monaten wird der Schriftzug das Dach der Vertretung zieren. mehr lesen 1
Bahnchefs einigen sich auf Direktverbindung Frankfurt - Mailand Lugano - Am Vorabend der Gotthard-Basistunneleröffnung ist Lugano Treffpunkt des ...
Ein Zug des Typs ETR 610 soll auf der Strecke eingesetzt werden.
Schweizer Bevölkerung steht hinter Kosten für Gotthard-Basistunnel Bern - Zwei Tage vor der Eröffnung erhält der ...
Heute Nachmittag ist es auf der Autobahn A14 in Ebikon zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Auto gekommen. Der Lastwagen durchbrach anschliessend die Leitplanke und fuhr ... mehr lesen
Durch den Unfall entstanden an den Fahrzeugen, an der Strasseneinrichtung und am Radargerät ein Sachschaden von über 100'000 Franken.
Die Wege mancher Autofahrer sind unergründlich.
Am Dienstag, 31. Mai 2016, kurz vor 08.30 Uhr, ereignete sich im Bereich der Unterführung Rothausstrasse in Muttenz BL eine Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen. Eine Person wurde dabei leicht ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
  • Pacino aus Brittnau 731
    Weltweiter Rechtsrutsch . . . . . . weil es die Grünen und die Linken mit ihrer endlosen ... Mo, 30.05.16 13:29
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 17°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 18°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 15°C 21°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 17°C 26°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 17°C 23°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 16°C 28°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 20°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten