Energie sparen: Bundesrat will Stromfresser verbieten
publiziert: Mittwoch, 22. Okt 2008 / 11:35 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Okt 2008 / 13:14 Uhr

Bern - Der Bundesrat sagt den Stromfressern unter den Haushaltapparaten und elektronischen Geräten den Kampf an. Die revidierte Energieverordnung, die er in die Vernehmlassung geschickt hat, bringt zum ersten Mal Verbrauchsvorschriften.

Die Einschränkungen sollen ab Anfang 2010 Gelten.
Die Einschränkungen sollen ab Anfang 2010 Gelten.
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Gelten sollen die Einschränkungen ab Anfang 2010. Absicht des Bundesrates ist es, Billigstgeräte, die viel Strom verbrauchen, im Zeitraum von Anfang 2010 bis Anfang 2011 vom Markt verschwinden zu lassen, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mitteilte.

Unter die Energieverordnung fallen Haushaltapparate. Ab 2010 dürfen zum Beispiel nur noch Kühl- und Gefriergeräte der Verbrauchskaterogie A+ gemäss Energieetikette verkauft werden.

Für Waschmaschinen und Tumbler gilt die Kategorie A als Limite, für Backöfen die Kategorie B und für kombinierte Wasch- und Trockengeräte die Kategorie C.

Verbrauchsvorschriften sollen auch für elektronische Geräte gelten - ob für Fernseher, Set-Top-Boxen, Faxgeräte oder Drucker. Sie verursachen im Standby-Modus grosse Verluste, die mit geringem technischen Aufwand wesentlich verringert werden können.

Einsparung von 60 Mio. kWh

Ziel ist, den Stromverbrauch dieser Geräte pro Jahr um insgesamt 60 Millionen Kilowattstunden zu senken. Dies entspricht dem Strombedarf von ungefähr 15'000 Haushaltungen.

Für elektrische Motoren (Kompressoren, Pumpen) werden ebenfalls Limiten gesetzt. Die freiwillige Vereinbarung von Bund und Branche von 2004 genügt nicht, um die Energieeffizienz dieser Geräte zu verbessern.

Vorschriften für Haushaltlampen hat der Bundesrat bereits im März beschlossen. Ab 2009 dürfen nur noch Lampen der Effizienzklassen A bis E verkauft werden.

Für Gebäude will der Bundesrat einen landesweit einheitlichen Energieausweis einführen und im Energiegesetz verankern. Für Sanierungen von Häusern soll der Ausweis energetisches Verbesserungspotenzial aufzeigen.

(bert/sda)

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Meine Stromrechnung
kam gerade heute mit der Post und den neuen Tarifen. Da läuft doch etwas nicht richtig. Je mehr Strom man verbraucht, um so weniger muss man dafür bezahlen! Bisher dachte ich, wir sollten Strom sparen, die Realität sieht jedoch völlig anders aus. Na, ob das auch die freie Wirtschaft ist, die ich da nicht richtig verstanden habe?
die Elektrizitätsunternehmen wird's freuen!
Im Artikel "Strompreis-Verhandlungen: Kein Zutritt für Konsumenten" steht u. a. zu lesen:
"... Grundgebühr, die von den meisten Elektrizitätsunternehmen erhoben wird, soll sparsame Konsumenten begünstigen statt sie zu bestrafen. Die Gebühr führt nämlich dazu, dass der Preis der Kilowattstunde umso höher ist, je weniger Strom ein Haushalt verbraucht."

Sparen wir also Strom und bezahlen entsprechend dafür. Dass dabei nichts davon der Umwelt zugute kommt, sondern nur den Brieftaschen der Stromlieferanten und Grossverbraucher, braucht uns ja nicht zu kümmern.

Hauptsache: wir sparen Strom!!!

p.s.: Zum Glück gibt's demnächst den "13."! Damit kann ich dann einen kleinen Teil meines Beitrag an die Sanierung der UBS und die Subvention für Elektrizität-Grossverbraucher leisten ...
.
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