Energieeffizienz – Strom als Schlüssel zum Erfolg
publiziert: Montag, 12. Jul 2010 / 09:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Jul 2010 / 09:27 Uhr

Die Beiträge im ETH-Klimablog, von einem sehr heterogenen Autorenteam geschrieben, machen einmal mehr deutlich, was wir alle wissen: Die Klimaveränderung ist eine der grössten Herausforderungen für unsere Gesellschaft und vor allem betrifft sie uns alle.

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Gastautor Heinz Karrer ist CEO der Axpo Holding AG.
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Weniger Energie heisst mehr Stromverbrauch

Um den CO₂-Ausstoss in den nächsten 20 Jahren zu halbieren, definiert der Bundesrat als zentrale Säule Massnahmen zur Energieeffizienz. Moderne Kühlschränke auf dem neusten Stand der Technik, der Verzicht auf den Stand-by-Modus oder auch Minergiehäuser, d.h. energiesparende Bauweisen, sind Beispiele für effizienten Einsatz von Energie. Die grössten Potenziale zum haushälterischen Umgang mit Energie liegen im Wärmebereich für Gebäude sowie in der Mobilität: Wir ersetzen Ölheizungen durch Wärmepumpen und Elektroautos sowie der öffentliche Verkehr sind immer mehr im Trend. Noch fahren lediglich ein paar hundert Elektrofahrzeuge auf vier Rädern auf Schweizer Strassen, doch ich bin mir sicher, dass ihr Anteil in Zukunft stark wachsen wird.

Axpo unterstützt die Bestrebungen zur Energieeffizienz aktiv, auch bei der Produktion und Verteilung von Strom, unserem Kerngeschäft. Gleichzeitig werden wir aber vor neue Herausforderungen gestellt: Mit den oben genannten Massnahmen wird Energie effizient eingesetzt, aber der Ersatz von Öl und Benzin durch Strom führt zu einem höheren Stromverbrauch - Strom der uns in Zukunft fehlen könnte. Mit anderen Worten, wir sparen zwar Energie ein, aber der Stromverbrauch nimmt weiter zu, wenn wir Wärmepumpen einsetzen, Minergie-Haustechnik verwenden und Zug oder Elektroauto fahren.

Man muss sich also bewusst sein, dass Massnahmen zur Energieeffizienz in Zukunft zwar sicher einen grossen Beitrag an eine saubere Umwelt leisten werden, aber nur unter der Voraussetzung, dass der Strom aus praktisch CO₂-freien Produktionsquellen stammt. Aus diesem Grund haben wir uns ein klares Ziel gesetzt, nämlich die Förderung von treibhausgasarmen Technologien, die in der Schweiz eine klimaschonende Stromproduktion ermöglichen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit sicherstellen: Kernkraft, Wasserkraft und neue erneuerbare Energien.

Unser Interesse an Energieeffizienz

Oft werde ich darauf angesprochen, dass die Strombranche ja kein Interesse daran haben könne, Energieeffizienz zu fördern. Zu unserer Vision einer klimaschonenden Energiepolitik gehört aber auf alle Fälle auch die aktive Unterstützung von Energieeffizienz. Aus diesem Grund hat Axpo eine 3-Säulen-Strategie entwickelt. Diese umfasst unter anderem den Ausbau eines umfassenden Wissens im Bereich der Energieeffizienz, die Optimierung der Produktionsanlagen sowie die Unterstützung unserer Kunden mit energieeffizienten Produkten und Dienstleistungen und damit verbunden auch Anreize für den sparsamen Umgang mit Strom.

Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Klimaschonende Energiepolitik kein «entweder oder», sondern nur ein «sowohl als auch» kennen darf - das heisst einen CO₂-armer Strommix sowie gleichzeitige Anstrengungen für Energieeffizienz umfassen muss.

(Heinz Karrer/ETH-Klimablog)

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Der ETH-Klimablog nimmt die aktuelle Debatte zum Klimawandel auf. Er bietet eine Plattform für die breite Öffentlichkeit wie auch für Fachleute. 20 Professorinnen und Professoren schreiben zu verschiedenen Wissensgebieten und thematisieren auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte. Prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Studierende tragen mit eigenen Beiträgen zur Diskussion bei.

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