Präsidentenwahl in Mexiko
Enrique Peña Nieto neuer Präsident Mexikos
publiziert: Montag, 2. Jul 2012 / 15:36 Uhr
Enrique Peña Nieto siegt bei Präsidentenwahl in Mexiko.
Enrique Peña Nieto siegt bei Präsidentenwahl in Mexiko.

Mexiko-Stadt - In Mexiko ist der 45-jährige Anwalt Enrique Peña Nieto zum neuen Präsidenten gewählt worden. Seine Partei, die jahrzehntelang in Mexiko allein regierende PRI, kehrt damit nach zwölf Jahren in der Opposition wieder an die Macht zurück.

6 Meldungen im Zusammenhang
«Ich nehme das Mandat an, das mir die Mexikaner übertragen haben», rief Peña Nieto nach seinem Wahlsieg zu seinen Anhängern vor der Parteizentrale in Mexiko-Stadt. In seiner Siegesrede versprach er mehr Sicherheit vor den Drogenkartellen.

Der nach sechs Jahren gemäss Verfassung aus dem Amt scheidende Präsident Felipe Calderón gratulierte dem PRI-Kandidaten und sicherte ihm seine Zusammenarbeit in den kommenden Monaten zu. Die Amtsübergabe ist auf den 1. Dezember angesetzt.

Obrador wartet ab

Nach Zwischenergebnissen kam Peña Nieto von der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) auf fast 38 Prozent der Stimmen. Der Kandidat der linksbürgerlichen Partei der Demokratischen Revolution (PRD), Andrés Manuel López Obrador, erhielt etwas mehr als 30 Prozent.

Auf den dritten Platz kam die Kandidatin von Calderóns Partei der Nationalen Aktion (PAN), Josefina Vázquez Mota. Sie erzielte rund 25 Prozent der Stimmen.

López Obrador wollte vor einer Reaktion die für Mittwoch erwarteten endgültigen Ergebnisse abwarten. Entsprechend weigerte er sich, den Sieg von Peña Nieto anzuerkennen.

2006 hatte der frühere Stadtpräsident von Mexiko-Stadt monatelang gegen seine Wahlniederlage protestiert und sich als «legitimen Präsidenten Mexikos» bezeichnet. Die von ihm angezettelten Massendemonstrationen legten über Wochen das öffentliche Leben in der Hauptstadt weitgehend lahm.

Zahlreiche Beobachter machen den verheerenden Drogenkrieg in Mexiko für die Niederlage der PAN-Kandidatin Mota verantwortlich. Der von Calderón 2006 begonnene Militäreinsatz gegen die Drogenbanden hat zu einer Eskalation der Gewalt mit seither mehr als 50'000 Toten geführt.

Überdies hat sich die soziale Situation für viele Mexikaner unter Calderón weiter verschlechtert. 47 Prozent der Mexikaner werden als arm eingestuft - 15 Millionen mehr als seit der Abwahl der PRI im Jahr 2000.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mexiko-Stadt - Der scheidende mexikanische Präsident Felipe Calderon hat eine positive Bilanz seiner sechsjährigen Amtszeit ... mehr lesen
Felipe Calderon
Lopéz Obrador will das Ergebnis nicht akzeptieren.
Mexiko-Stadt - Die bei der Präsidentschaftswahl in Mexiko unterlegene Partei des Linkskandidaten Andrés Manuel ... mehr lesen
Mexiko Stadt - Die Nachzählung von Stimmzetteln der Präsidenten- und Parlamentswahl in Mexiko hat ... mehr lesen
Einer Amtseinführung von Peña Nieto steht wohl nichts mehr im Weg.
Mexiko-Stadt - Die Wahlleiter der Präsidentenwahlen in Mexiko wollen rund ein Drittel der Stimmzettel erneut auszählen lassen. Dabei werden die Stimmen in all jenen Wahlbezirken neu gezählt, in denen der Unterschied zwischen Erst- und Zweitplatziertem geringer als ein Prozent war. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Mexiko-Stadt - Der Kandidat der Partei der Institutionellen Revolution (PRI), Enrique Peña Nieto, liegt den Hochrechnungen der mexikanischen Wahlbehörde zufolge bei der Präsidentenwahl deutlich vor seinen Kontrahenten. Peña Nieto erhielt demnach rund 38 Prozent der Stimmen. mehr lesen 
Marion Maréchal-Le Pen ist die Nichte von Jean-Marie Le Pen. (Archivbild)
Marion Maréchal-Le Pen ist die Nichte von ...
FN-Spitzenkandidatin bei Regionalwahlen  Paris - Die Parteiführung von Frankreichs rechtsextremer Front National (FN) hat die 25-jährige Nachwuchspolitikerin Marion Maréchal-Le Pen zu einer ihrer Spitzenkandidatinnen für die Regionalwahlen im Dezember gekürt. 
Der FN-Ehrenvorsitzende sprach sich dafür aus, dass seine Enkelin Marion Maréchal-Le Pen an seiner Stelle die FN-Kandidatur übernimmt. (Symbolbild)
Jean-Marie Le Pen verzichtet auf Kandidatur bei Regionalwahlen Paris - Der Gründer des rechtsextremen Front National (FN) in Frankreich, Jean-Marie Le Pen, hat im offenen ...
FN-Anhänger fordern Le Pens Austritt Paris - Zwei Drittel der Anhänger der rechtsextremen französischen Front National ...
Wahlkampf in Grossbritannien  London - In der letzten TV-Debatte vor der Parlamentswahl in Grossbritannien hat die Opposition am ...  
Nicola Sturgeon hate harsche Worte für Labour-Chef Ed Miliband übrig.
Leidenschaftliche TV-Debatte in britischem Wahlkampf London - Die Spitzenkandidaten von sieben britischen Parteien haben ...
TV-Debatte zwischen Cameron und Miliband London - Zum Auftakt der heissen Phase des britischen Wahlkampfes hat ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2944
    Kein Paradies in Sicht! Der "schwarze" Mensch ist nicht besser oder schlechter als der "weisse" ... heute 15:23
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2944
    Hier... handelt es sich nur um einen Systenkonflikt. Das ist etwa der selbe ... heute 10:20
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2944
    Für... richtig grosse Anschläge ist es in Europa und Australien noch zu früh. ... heute 10:05
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2944
    Es... geht um Macht und Einfluss, aber die religiöse Komponente dabei wird ... heute 09:40
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2944
    Mittlerer... Osten und Nordafrika kurz zusammengefasst: untereinander endlose ... gestern 19:03
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2944
    Die... demokratisch gewählte Regierung in Thailand hat chinesische Wurzeln. ... gestern 11:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2944
    In... ganz Europa steht vor jeder Synagoge die Polizei. Nicht aus ... Do, 16.04.15 22:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2944
    Die... echten Probleme auf der arabischen Halbinsel und in den Golfstaaten ... Do, 16.04.15 13:15
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 2°C 6°C leicht bewölkt, wenig Regen sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 3°C 9°C leicht bewölkt, wenig Regen sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 4°C 9°C leicht bewölkt, wenig Regen sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 7°C 12°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 8°C 12°C bewölkt, Regen sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 10°C 16°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 10°C 21°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten