Entführte Franzosen rufen zu Protesten auf
publiziert: Montag, 30. Aug 2004 / 23:02 Uhr

Doha - Die beiden in Irak entführten französischen Journalisten haben sich per Videobotschaft gemeldet. Sie riefen ihre Landsleute zu Protesten gegen das Kopftuchverbot an französischen Schulen auf.

Die beiden Journalisten richteten ihren Aufruf am Abend über den katarischen Fernsehsender El Dschasira an die Öffentlichkeit. Zuvor war das 48-stündige Ultimatum verstrichen, das die Entführer am Samstag an die französische Regierung gerichtet hatten.

Die Entführer von der Islamischen Armee hatten am Wochenende mit der Ermordung der Journalisten gedroht, sollte Frankreich das Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen nicht bis Montagabend widerrufen. Laut El Dschasira verlängerten die Entführer am Abend das Ultimatum um 24 Stunden.

Die Regierung in Paris wies die Forderung zurück. Das Gesetz werde wie geplant mit Schulbeginn am Donnerstag in Kraft treten, betonte Regierungssprecher Jean-François Copé.

Die Sendeleitung von El Dschasira hatte zuvor hat die Freilassung der beiden Journalisten gefordert. Die Reporter müssten ihre Mission, die Wahrheit zu den Menschen zu bringen, fortsetzen dürfen, hiess es.

Am Abend versammelten sich in Paris am Abend rund 1000 Menschen am Trocadero-Platz nahe dem Eiffelturm, um ihre Solidarität mit den entführten Journalisten zu bekunden. Unter den Teilnehmern der Demonstration waren zahlreiche Journalisten und Politiker.

Beide Journalisten, Christian Chesnot und Georges Malbrunot, sind auch für Medien in der Westschweiz tätig. In Genf nahmen vor dem UNO-Sitz rund 50 Journalisten an einer Solidaritätskundgebung teil.

Die diplomatischen Bemühungen um eine Freilassung der zwei Journalisten laufen unterdessen auf Hochtouren. Präsident Jacques Chirac verschob deshalb seine Abreise zum Dreiergipfel mit Russland und Deutschland im südrussischen Sotschi.

(rr/sda)

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