Entführte IKRK-Mitarbeiterin startet Hilfsappell
publiziert: Samstag, 28. Feb 2009 / 13:33 Uhr / aktualisiert: Samstag, 28. Feb 2009 / 13:53 Uhr

Manila - Die vor sechs Wochen auf den Philippinen entführte IKRK-Mitarbeiterin hat in einem Zeitungsinterview um Hilfe gebeten. Die Philippinerin war Mitte Januar zusammen mit einem Schweizer und einem Italiener entführt worden.

IKRK-Mitarbeiter auf den Philippinen.
IKRK-Mitarbeiter auf den Philippinen.
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In dem von der philippinischen Zeitung «Philippine Daily Inquirer» abgedruckten Interview erklärte die 37-jährige Mary Jean Lacaba, die Lebensbedingungen seien sehr schwierig.

«Bitte sagt ihnen, sie sollen das Befreiungsverfahren beschleunigen», sagte die Frau der Zeitung. Sie und der 62-jährige italienische IKRK-Delegierte litten an einer Durchfallkrankheit.

Stecken die Separatisten dahinter?

Zusammen mit der Philippinerin und dem Italiener war auch der 38-jährige Schweizer IKRK-Delegierter Andreas Notter am 15. Januar auf der Insel Jolo entführt worden. Die philippinischen Behörden vermuten die separatistische Terrorgruppe Abu Sayyaf hinter der Entführung.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat sich bisher weder zu den Entführern noch zu allfälligen Forderungen geäussert.

IKRK erfreut über Lebenszeichen

IKRK-Sprecher Florian Westphal zeigte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA zufrieden, dass es ein Lebenszeichen von den Entführten gebe. Das IKRK habe seit dem 19. Februar keinen Kontakt mehr zu ihnen gehabt.

Das IKRK sei besorgt über den Gesundheitszustand seiner Mitarbeiter, sagte Westphal und rief erneut zur bedingungslosen und sofortigen Freilassung der drei Mitarbeiter auf.

(tri/sda)

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