Entführte Kinder: Besserer Schutz vor Eltern
publiziert: Mittwoch, 3. Okt 2007 / 21:25 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Okt 2007 / 22:39 Uhr

Bern - Von Vater oder Mutter entführte Kinder sollen besser geschützt werden. Der Nationalrat hat Vorlagen gutgeheissen, welche die Verfahren beschleunigen und eine gütliche Regelung zwischen den Eltern fördern wollen.

Das Kindeswohl und der Kinderschutz müssten bei allen Verfahren oberste Priorität haben.
Das Kindeswohl und der Kinderschutz müssten bei allen Verfahren oberste Priorität haben.
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Der Nationalrat hatte über ein Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen zu befinden.

Hintergrund ist die zunehmende Mobilität: Es kommt immer mehr zu Familiengründungen und Scheidungen von Personen aus verschiedenen Rechtsordnungen.

Bei Konflikten werde es deshalb immer schwieriger, wirksame Massnahmen zum Schutz der Kinder anzuordnen und zu vollziehen, sagte Kommissionssprecherin Ruth-Gaby Vermot (SP/BE).

Das Kindeswohl und der Kinderschutz müssten bei allen Verfahren oberste Priorität haben. Wenn möglich sollen die Kinder angehört werden.

Warnung vor falschen Illusionen

Justizminister Christoph Blocher sagte, mit der Umsetzung des Haager Übereinkommens werde die Rechtssituation verbessert. Er warnte aber vor Illusionen: Es gehe um Beziehungskonflikte, Familiendramen und den Kampf um die Kinder. Viele Fälle seien schlicht nicht lösbar. Mediationen seien schwierig, aber lohnend.

Die Zentralbehörde des Bundes zur Behandlung internationaler Kindesentführungen hat letztes Jahr 179 Fälle behandelt, 93 davon aus dem Vorjahr. Von den 86 neuen Anträgen betrafen 61 die Rückführung von Kindern und 25 das Besuchsrecht. In 68 Prozent der Fälle war die Mutter der entführende Elternteil.

In der Gesamtabstimmung passierte die Vorlage mit 126 zu 0 Stimmen. Sie geht an den Ständerat.

(bert/sda)

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