Entführte Sahara-Touristen leben
publiziert: Sonntag, 4. Mai 2003 / 18:16 Uhr

Algier - Die algerische Regierung hat erstmals bestätigt, dass die 31 verschwundenen Sahara-Touristen leben und dass mit den Entführern verhandelt wird. Den Touristen geht es sehr gut, sagte Tourismusminister Lakhdar Dorbani vor einer Parlamentskommission.

Micheline Calmy-Rey und ihr algerischer Amtskollege Abdelaziz Belkhadem.
Micheline Calmy-Rey und ihr algerischer Amtskollege Abdelaziz Belkhadem.
Er ging aber nicht auf die Frage ein, mit wem verhandelt werde. Die Gespräche zur Befreiung der Touristen seien schon seit Wochen im Gang, gab Dorbani zu verstehen. Bisher hatte Algier offiziell immer erklärt, die verschollenen Touristen könnten sich auch verirrt haben.

Die 15 Deutschen, 10 Österreicher, 4 Schweizer, ein Niederländer und ein Schwede waren in verschiedenen Reisegruppen mit Geländewagen oder Motorrädern in der Sahara unterwegs. Derzeit läuft in der algerischen Sahara eine Grossfahndung mit tausenden Soldaten und Polizisten.

Die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey forderte in einem Brief ihren algerischen Amtskollegen Abdelaziz Belkhadem auf, alles zu unternehmen, um das Leben der verschollenen Touristen nicht zu gefährden.

Sie sicherte zudem eine enge Zusammenarbeit mit der algerischen Behörde zu. Seit Anfang April sind ein EDA-Vertreter und zwei Beamte des Bundesamtes für Polizei in Algerien.

(fest/sda)

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