Enthauptung in Bus: Täter schweigt
publiziert: Samstag, 2. Aug 2008 / 09:03 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Aug 2008 / 10:30 Uhr

New York - Der 40-jährige Mann, der in einem kanadischen Bus seinen Sitznachbarn erstach und ihm den Kopf abtrennte, ist erstmals dem Richter vorgeführt worden. Er erschien mit zerkratztem und geschwollenem Gesicht und verbundener rechter Hand.

Ein Motiv für die Tat ist nicht ersichtlich.
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Die kurze Anhörung fand im Provinzgericht von Manitoba in Portage-La-Prairie statt, wie örtliche Medien berichteten. Der Mann sprach demnach vor Gericht kein Wort, auf die Fragen des Richters nickte er nur oder schüttelte mit dem Kopf.

Gegen ihn wurde Anklage wegen Mordes mit bedingtem Vorsatz erhoben. Da er noch keinen Verteidiger hatte, wurde für den kommenden Dienstag eine neue Anhörung angesetzt. Es wurde erwartet, dass die Staatsanwaltschaft dann eine psychiatrische Untersuchung des Mannes beantragen würde.

Der Mann hatte vor den Augen von 34 Passagieren seinen Sitznachbarn mit dutzenden Messerstichen getötet und ihm den Kopf abgetrennt. Das 22-jährige Opfer hatte im Bus Musik gehört und SMS-Nachrichten in sein Handy getippt, als er plötzlich attackiert wurde.

Opfer verhöhnt

Laut Augenzeugen stach der 40-Jährige «50 bis 60 Mal» auf sein Opfer ein. Anschliessend habe er die anderen Insassen mit dem Kopf seines Opfers in der Hand verhöhnt.

Das Motiv des Täters liegt noch völlig im Dunkeln. «Ich weiss nicht, wodurch dieser Angriff provoziert wurde», sagte Steve Colwell von der kanadischen Polizei vor Journalisten.

(ht/sda)

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