Werner K. Rey auf freiem Fuss - Strafe verbüsst
Entlassen: Werner K. Rey ist ein freier Mann!
publiziert: Mittwoch, 14. Jun 2000 / 18:14 Uhr

Bern - Der gescheiterte Financier Werner K. Rey ist am Mittwoch kurz nach 14.00 Uhr in Bern aus der Haft entlassen worden. Rey habe seine vierjährige Strafe nunmehr vollumfänglich verbüsst, teilte der Kassationshof des Kantons Bern mit.

Der Kassationshof bestätigte das erstinstanzliche Urteil und bezeichnete die vierjährige Haftstrafe als angemessen. Rey wurde des versuchten Betruges, der Urkundenfälschung sowie des betrügerischen Konkurses für schuldig erklärt.
Im Unterschied zum vorinstanzlichen Urteil des Wirtschaftsgerichts erklärte der Kassationshof den gescheiterten Financier nur in einem Fall wegen Urkundenfälschung jedoch in drei Fällen wegen betrügerischen Konkurses für schuldig. Das Wirtschaftsgericht hatte Rey in je zwei Fällen verurteilt. Kein gewerbsmässiger Betrug
Rey war somit nicht wegen gewerbsmässigen Betrugs verurteilt worden, wie der Berner Staatsanwalt Beat Schnell gefordert hatte. Dieser hatte noch vor wenigen Tagen erklärt, dass sein Ziel eine Verurteilung wegen gewerbsmässigen Betrugs sei, wie auch immer das Urteil des Kassationshofs ausfalle. Anklage wie Verteidigung können den Entscheid des Kassationshofs mit einer Nichtigkeitsbeschwerde ans Bundesgericht weiter ziehen. Die Verteidigung hat zusätzlich die Möglichkeit einer staatsrechtlichen Beschwerde.
Der stellvertretende Generalprokurator des Kantons Bern, Christian Trenkel, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass Rey wegen weiterer Delikte angeklagt werden könnte, wenn er nach seiner Freilassung freiwillig mehr als 45 Tage in der Schweiz verbleibe. Dies folge aus allgemeinem Auslieferungsrecht.
In diesem Fall würde das Spezialitätsprinip aufgehoben, wonach Rey nur wegen der Delikte angeklagt werden könne, für die auch die Auslieferung verlangt worden sei.

1545 Tage in Haft
Rey hatte wegen dringendem Tatverdacht auf gewerbsmässigen Betrug nach Absitzen seiner vierjährigen Gefängnisstrafe diesen Frühling in Sicherheitshaft bleiben müssen. Inklusive Auslieferungs- , Untersuchungs- und Sicherheitshaft sass Rey seit März 1996 hinter Gittern, bis zum 2. Juni 1998 in Nassau auf den Bahamas, danach in Bern - insgesamt 1545 Tage.
Dort ist eine weitere Einsprache Reys gegen seine damalige Auslieferung hängig. Rey macht darin geltend, er sei in der Schweiz wegen Delikten angeklagt worden, die nicht in der Auslieferungsverfügung aufgelistet waren. Nächstes Kapitel auf den Bahamas
Am 19. Juni beginnen zur Frage der Auslieferungsverfügung in Nassau Hearings. Der Berner Staatsanwalt Beat Schnell ist deshalb dieser Tage für zwei Wochen auf die Bahamas gereist. Dort will er auf Prozessmissbrauch plädieren, weil Rey die Auslieferungsverträge zu spät angefochten habe. Für eine Stellungnahme war Schnell am Mittwoch nicht zu erreichen. Rey stütze sich in diesem Prozess auf Angaben eines Staatssekretärs, der gar nicht über die nötigen Kompetenzen verfügt habe, Rey irgendwelche Zusicherungen zu machen, gab sich Schnell vor den Hearings zuversichtlich.

(sda)

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