Entlasteter Solothurner Untersuchungsrichter geht in Offensive
publiziert: Sonntag, 2. Feb 2003 / 10:31 Uhr

Solothurn - Das Ermittlungsverfahren gegen den suspendierten Solothurner Untersuchungsrichter Markus Henzi ist eingestellt worden. Henzi wurde im Zusammenhang mit Internet-Kinderpornografie verdächtigt.

Solothurn
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Die Solothurner Regierung hatte die Eröffnung des Verfahrens und die Suspendierung Henzis im September letzten Jahres publik gemacht. Henzi beteuerte kurz darauf seine Unschuld. Er habe im Zusammenhang mit eigenen Recherchen zur Bekämpfung der Kinderpornografie entsprechende Seiten im Internet besucht.

Wie Henzis Anwalt mitteilte, wurde das Verfahren mit Beschluss vom 24. Januar eingestellt. Jetzt will Henzi Genugtuung für den erlittenen Schaden. Gemäss Einstellungsverfügung erhält Henzi eine Genugtuungssumme von 300 Franken und eine Parteienentschädigung für Verteidigungskosten von 5326.20 Franken.

Noch am Nachmittag wollen Henzi und sein Anwalt an einer Medienkonferenz über das weitere Vorgehen informieren. Jetzt geht es um meine Rehabilitierung. Tiefer kann ich nicht mehr fallen, sagte Henzi in einem Interview mit dem SonntagsBlick.

Henzi war der prominenteste Verdächtige, gegen den im Rahmen der landesweiten Operation Genesis wegen Verdachts auf Pädokriminalität ein Verfahren angestrengt wurde. Insgesamt wurden in der Schweiz über 1000 Personen überprüft und eben so viele Hausdurchsuchungen vorgenommen.

Dabei wurden insgesamt 1358 Computer und 24 389 Datenträger beschlagnahmt. Zudem wurden rund 6200 Videos sichergestellt. Bei über der Hälfte der Überprüften wurde gemäss BAP-Angaben vom Dezember verbotenes pornografisches Material gefunden.

Die Operation Genesis war Mitte September angelaufenen. Ermittelt wurde bei Schweizer Kunden der US-Firma Landslide, die auf dem Internet Kinderpornografie angeboten hatte und von den US-Strafbehörden infiltriert worden war.

(pt/sda)

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