Entmachtete Sozialdirektorin Pesenti wehrt sich
publiziert: Samstag, 18. Okt 2003 / 16:06 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 19. Okt 2003 / 09:05 Uhr

Lugano - Die entmachtete Tessiner Sozialdirektorin Patrizia Pesenti (SP) hat ihre Regierungskollegen heftig kritisiert. Zum Vorwurf, ihr Departement habe wichtige Fakten zurückgehalten, sagte sie: Wir haben den Staatsrat mit Daten überflutet.

Patrizia Pesenti, die entmachtete Sozialdirektorin, weist die Vorwürfe zurück.
Patrizia Pesenti, die entmachtete Sozialdirektorin, weist die Vorwürfe zurück.
Sie habe während den Sitzungen stundenlang argumentiert und zu erklären versucht, weshalb man im Gesundheitswesen bestimmte Einsparungen nicht machen könne. Vielleicht haben mir meine vier Kollegen nicht zugehört, mutmasste Pesenti am Samstag in einem Interview mit dem Radio der italienischsprachigen Schweiz (RSI).

Die frühere SP-Bundesratskandidatin hofft nun, dass das Tessiner Kantonsparlament ihren Ausführungen und Bedenken mehr Gehör schenken wird.

Das von ihr geleitete Gesundheits- und Sanitätsdepartement habe in den vergangenen Jahren stets transparent informiert, beteuerte Pesenti. Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen erklärt sie damit, dass der Anteil der betagten Bevölkerung ständig zunehme.

Pesenti, der am Freitag wegen angeblicher Obstruktion des Sparprogrammes zahlreiche Dossiers und Ämter entzogen wurden, macht sich auf schwierige Monate gefasst: Auf menschlicher Ebene wird die Zusammenarbeit mit meinen Regierungskollegen sehr schwierig werden. Was am Freitag passiert ist, vergisst man nicht so rasch.

Die Entmachtung durch ihre Regierungskollegen bezeichnete die 44-Jährige als so etwas wie einen Staatsstreich. Die Tessiner SP hat ihre Wählerschaft aufgerufen, am Sonntagnachmittag vor dem Regierungsgebäude in Bellinzona zu protestieren.

(tr/sda)

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