Entschädigung für Anwältin wegen Lohndiskriminierung
publiziert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 17:31 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 17:54 Uhr

Lausanne - Das Bundesgericht hat einer Anwältin aufgrund von Lohndiskriminierung eine Entschädigung von 200 000 Franken zugesprochen. Nach Ansicht des Waadtländer Gleichstellungsbüros ist das Bundesgerichtsurteil von entscheidender Tragweite.

Mit seinem Entscheid hat das Bundesgericht einen Meilenstein in Sachen Lohngleichheit gesetzt.
Mit seinem Entscheid hat das Bundesgericht einen Meilenstein in Sachen Lohngleichheit gesetzt.
Die Klägerin war in leitender Funktion für ein Multinationales Unternehmen mit Sitz in Lausanne tätig. Sie war 1993 für ein Jahresgehalt von 140 000 Franken angestellt worden. Damit verdiente die Frau 27 % weniger als ihr Vorgänger.

Dieser Fall zeigt, dass es auf allen Unternehmensstufen zu Lohndiskriminierungen kommen kann, wie Véronique Pedrazzini vom Waadtländer Gleichstellungsbüro sagte. Zudem würden die statistischen Daten bestätigt, wonach Frauen im Privatsektor zwischen 20 und 30 Prozent weniger verdienen als Männer.

In seinem Urteil anerkennt das Bundesgericht vorerst eine glaubhafte Lohndiskriminierung. Es beruft sich dabei auf die Unterschiede zwischen dem Lohn der Klägerin und jenem ihres Vorgängers.

Weiter stellt das Bundesgericht fest, dass der ehemalige Arbeitgeber der Klägerin keinerlei objektive Begründung für die Lohnunterschiede vorbringen konnte.

Mit seinem Entscheid übernimmt das Bundesgericht eine an der Universität Genf entwickelte Methode zur Erkennung von Lohndiskriminierung, wie die Anwältin der Klägerin sagte.

Der wissenschaftliche Ansatz von Professor Yves Flückiger erlaube es, auch dort eine Ungleichbehandlung festzustellen, wo eine Frau keinen männlichen Kollegen mit vergleichbaren Aufgaben hat. Die Anerkennung dieser Methode durch das Bundesgericht werde die Behandlung von ähnlichen Fällen in Zukunft erleichtern.

In seinem Bericht zu Handen des Bundesgerichtes kam Flückiger zum Schluss, dass die Lohndiskriminierung der Klägerin innerhalb des Unternehmens bei weitem kein isolierter Fall ist. Der Lohn der Frauen liege in diesem Unternehmen um 21,3 % tiefer als jene der Männer.

(tr/sda)

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