Grosses Know-how
Entwicklungshilfe: Schweiz setzt auf Gesundheit
publiziert: Freitag, 21. Aug 2015 / 13:50 Uhr
Die Gesundheit der Ärmsten steht im Vordergrund.
Die Gesundheit der Ärmsten steht im Vordergrund.

Basel - Die Schweiz setzt laut Bundesrat Didier Burkhalter bei der Entwicklungshilfe in Zukunft noch verstärkt auf den Gesundheitsbereich. Eine gute Gesundheit sei wesentlich für weniger Armut und mehr Stabilität, sagte Burkhalter am Freitag in Basel.

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Schwerpunkte der künftigen Arbeit seien die Förderung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung, Bekämpfung von Krankheiten, welche die Ärmsten betreffen, und eine verbesserte Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern. Gute Gesundheit trage zu mehr sozialer Sicherheit, Frieden und wirtschaftlicher Stabilität bei, sagte Burkhalter gemäss Redetext zur Eröffnung der Jahreskonferenz der Entwicklungszusammenarbeit.

Die Schweiz habe gute Voraussetzungen, um sich im Gesundheitsbereich besonders zu engagieren. Dazu zählte Aussenminister Burkhalter den Standort Genf, wo Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ihren Sitz haben. Genf sei «sozusagen die Welthauptstadt der Gesundheit», sagte Burkhalter.

Auch verfüge die Schweiz über ein grosses Know-how im Gesundheitssektor, sowohl in der Privatindustrie als auch in der Forschung. Hinzu komme das «unerlässliche Engagement der Zivilgesellschaft», etwa mit den zahlreichen Hilfsorganisationen. Diese seien wichtig bei der Entwicklung des Gesundheitswesens in Ländern mit geringen Einkommen.

Krisen kennen keine Grenzen

Burkhalter bezeichnete eine Welt ohne Armut sowie Konflikte als Vision und Fernziel der Entwicklungszusammenarbeit. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg. Auf diesem Weg sei ein gemeinsames Vorgehen unabdingbar. Die nächste Gelegenheit dazu biete der Weltgipfel von Ende September in New York, an welchem die Entwicklungsziele bis 2030 festgelegt werden müssen.

Burkhalter sprach von einer paradoxen Situation. In einer Zeit von wachsendem Nationalismus sehe sich die Menschheit mit Herausforderungen konfrontiert, die sich über alle Grenzen hinwegsetzten. Als Beispiel nannte er unter anderem die internationale Flüchtlingskrise und die jüngst in Westafrika wütende Ebola-Viruskrankheit.

(bg/sda)

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