Entwicklungsländer schlagen Alarm: Wüsten dehnen sich aus
publiziert: Dienstag, 2. Sep 2003 / 07:43 Uhr

Havanna - Führende Politiker der Dritten Welt haben grössere Anstrengungen im Kampf gegen die Wüstenbildung gefordert.

Fidel Castro geisselte in seiner Rede auf der Wüstenkonferenz das Konsumverhalten und die Weltwirtschaftsordnung als "unvereinbar mit den Gesetzen der Natur und des Lebens".
Fidel Castro geisselte in seiner Rede auf der Wüstenkonferenz das Konsumverhalten und die Weltwirtschaftsordnung als "unvereinbar mit den Gesetzen der Natur und des Lebens".
Die sechste UNO-Wüstenkonferenz war Anfang vergangener Woche in der kubanischen Hauptstadt eröffnet worden.

Trotz aller Hindernisse lässt sich noch viel tun, damit die Umwelt geschützt wird und die Menschheit überlebt, sagte Kubas Staatschef Fidel Castro am Montag bei der UNO-Wüstenkonferenz in Havanna. Das gegenwärtige Konsumverhalten und die bestehende Wirtschaftsordnung seien unvereinbar mit den Gesetzen der Natur und des Lebens.

Nach den Beratungen der Fachleute begann am Montag die Runde der Spitzenpolitiker aus einigen der Länder, die das UNO-Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung unterzeichnet hatten.

Die anwesenden Staats- und Regierungschefs, unter ihnen die Präsidenten Namibias und Zimbabwes, Sam Nujoma und Robert Mugabe, stammten fast ausschliesslich aus Afrika und der Karibik.

Als einziger Staatschef Südamerikas war Venezuelas Präsident Hugo Chávez ins kommunistische Kuba gereist. Die Staaten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatten insgesamt nur drei Minister geschickt.

Nach UNO-Angaben gehen jedes Jahr 100 000 Quadratkilometer Land durch Verödung oder Verwüstung verloren. Der finanzielle Verlust durch Verwüstung und verminderten Bodenertrag wird auf 42 Milliarden US-Dollar (39 Milliarden Euro) geschätzt.

Das UNO-Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung geht auf den Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992 zurück und trat im Dezember 1996 in Kraft. Inzwischen sind ihm 190 Länder beigetreten.

(fest/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 15°C 31°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft anhaltender Regen
Basel 17°C 31°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft trüb und nass
St. Gallen 19°C 30°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft anhaltender Regen
Bern 15°C 31°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft anhaltender Regen
Luzern 15°C 31°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft anhaltender Regen
Genf 18°C 32°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft anhaltender Regen
Lugano 18°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten