Erasmus in der Europahauptstadt - Teil zwei
publiziert: Dienstag, 15. Jan 2008 / 14:45 Uhr

Zimmer suchen, Ticket buchen, Koffer packen – so kompliziert ist es doch gar nicht, sich auf ein Erasmus-Semester vorzubereiten. Céline Vahsen aus Brüssel und Si-yü Steuber aus Luzern tauschen ihre Hochschule - und langsam macht sich auch das Heimweh breit.

Bald muss sich Si-yü von Brüssel verabschieden
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Heimweh

Zwischendurch kommt aber doch ein wenig Heimweh auf. Neben der Familie und all meinen Freunden in der Schweiz vermisse ich manchmal auch mein Velo. Ich sehne mich nach der Unabhängigkeit zurück, vor allem, weil es dann meistens vor Mitternacht, wenn die letzten öffentlichen Verkehrsmittel fahren, Schluss heisst mit Ausgang, denn nachts alleine in der grossen Stadt zu Fuss nach Hause laufen ist nichts für mich.

Scheussliches Bier

Céline hingegen findet es in Luzern fast zu ruhig. Auch sie vermisst ihre Freunde sehr, und sogar das Verkehrschaos, die Metro und die Trams, über die sie sich sonst immer aufregt, fehlen ihr irgendwie. «Nach der Schule gehen wir in Luzern nur selten eins trinken, und wenn ich eins trinken sage, meinen die tatsächlich nur ein Bier», erzählt mir Céline. «Ausserdem schmeckt es scheusslich.» Ich grinse. Die Belgier sind eben sehr stolz auf ihr Nationalgetränk. «Und bei euch gibt es im Dürüm keine Fritten», fügt sie hinzu.

Schwerer Abschied

Aber fast schon ein bisschen wehmütig schauen wir auf unsere Erlebnisse zurück, denn bald heisst es, Abschied von der Stadt, den Leuten und der Schule zu nehmen. Das wird für uns beide nicht leicht werden. Schöne Momente gehen eben zu schnell vorbei.

(von Si-yü Steuber/studisurf.ch)

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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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