1. Teil
Erasmus in der Europahauptstadt
publiziert: Montag, 14. Jan 2008 / 11:49 Uhr

Zimmer suchen, Ticket buchen, Koffer packen – so kompliziert ist es doch gar nicht, sich auf ein Erasmus-Semester vorzubereiten. Céline Vahsen aus Brüssel und Si-yü Steuber aus Luzern tauschen ihre Hochschule - ein Erlebnisbericht.

Erlebnisbericht aus Brüssel
Erlebnisbericht aus Brüssel
1 Meldung im Zusammenhang
Belgien ist... keine Ahnung.

Italien ist gute Pizza, mediterranes Klima, chaotischer Verkehr und Vespa, Frankreich ist frische Baguettes, savoir vivre, niedliche Städtchen und feudaler Pomp – aber Belgien? Belgien ist … keine Ahnung. Unter Belgien konnte ich mir nichts vorstellen. Pommes Frittes vielleicht? Flämische Landschafts- und Stilllebenmaler?

Gewisse Zungen behaupten auch, die beste Schokolade, aber wer aus der Schweiz kommt, steht dem skeptisch gegenüber. Dennoch habe ich mich für ein Auslandsemester in Brüssel entschieden, denn die ESA St-Luc ist eine der wenigen Kunsthochschulen in Europa, die Comic als eigenen Studiengang anbieten.

Dass ich bei diesem Aufenthalt mein Französisch aufbessern kann, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Die letzten Tage vor meiner Abreise vergehen im Flug, und ehe ich mich versehen habe, stehe ich nach acht Stunden Zugfahrt und drei Minuten Bus vor einem neuen Zimmer und einem neuen Kapitel meines Lebens.

Städtetausch

Hier in Brüssel treffe ich auf Céline, die am St-Luc studiert und ein paar Wochen später nach Luzern aufbricht, um Erasmus an meiner Schule zu machen. Dass es in Belgien neben der französischsprachigen und niederländischen noch eine kleine deutschsprachige Gemeinschaft gibt, wissen die Wenigsten. «Dank ihrem Streit hat man uns vergessen, der Konflikt zwischen den Flamen und Wallonen ist ja auch viel interessanter», meint Céline.

Sie ist eine Belgierin mit Deutsch als Muttersprache und hat sich deshalb entschieden, einen Austausch in Luzern zu machen. «Es standen nur zwei Schulen zur Auswahl, die Illustration anbieten. In Paris hätte es mir persönlich nichts gebracht, da hätte ich ja weiter nur Französisch sprechen müssen.»

Sprachprobleme

So einfach mit der Sprache ist in der Schweiz dann aber doch nicht, denn schnell muss Céline merken, dass sich Schweizerdeutsch ziemlich stark von der Standardsprache unterscheidet. Am Anfang dachte sie sogar, dass die Leute Schweizerdeutsch mit ihr sprachen, bis sie merkte, dass es nur ein Hochdeutsch mit einem starken Akzent war.

Mittlerweile gehe es jedoch schon besser, versichert sie. Auch ich habe mich gut eingelebt. Wir beide geniessen den Aufenthalt an der anderen Schule. Céline findet es toll, dass man in Luzern so frei ist kann und die ganze Zeit an Projekten arbeiten kann, während ich die vielen Zeichenkurse ausnutze, da ich ansonsten technisch nicht so sehr gedrillt werde.

(von Si-yü Steuber/studisurf.ch)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Bereits 28'300 Studenten von Schweizer Universitäten haben über Erasmus ein Auslandsemester gemacht - am ... mehr lesen
Deutsche Unis sind bei Erasmus-Studenten besonders beliebt.
2017 könnte man einen Kopf auf einen gesunden Körper transplantieren.
2017 könnte man einen Kopf auf einen gesunden ...
Italienischer Arzt will Grosses erreichen  Turin/Moskau - Den Kopf eines Kranken abtrennen und auf einen gesunden Körper setzen: Was unglaublich klingt, soll nach dem Willen des italienischen Neurochirurgen Sergio Canavero schon 2017 Realität sein. Seine Berufskollegen zweifeln jedoch stark, dass dies funktionieren könnte. 
Erfolgreiche Transplantation von Hals- und Rachenbereich Warschau - Polnischen Ärzten ist nach eigenen Angaben eine Transplantation grosser Teile des ...
Den Ärzten gelang erneut ein spektakulärer Erfolg. (Symbolbild)
Erfolgreiche Penis-Transplantation Johannesburg - Südafrikanische Ärzte haben die erste erfolgreiche Penis-Transplantation ...
Neue Formen der Gewalt  Bellinzona - Jugendliche sind in der Öffentlichkeit seltener gewalttätig, bei der Zahl sexueller Straftaten gibt es dagegen wenig Veränderung. ...  
Körperverletzung und Raub unter Jugendlichen hat abgenommen ein Grund dafür könnte der Rückgang des Alkohol- und Drogenkonsums sein.
Nur ein Viertel der männlichen Opfer suchen Hilfe.
Männer suchen deutlich weniger Opferhilfe Freiburg - Männer nehmen in der Schweiz deutlich weniger Opferhilfe in Anspruch als Frauen. Von den jährlich 30'000 hilfesuchenden ...
Titel Forum Teaser
Claudio Beretta ist Doktorand in Umweltwissenschaften an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Gegen Verschwendung: Einfach alles aufessen? In Sachen Essen wäre in Industrieländern ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 5°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 1°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 6°C 12°C bewölkt, wenig Regen bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
Bern 5°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 8°C 14°C bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
Genf 9°C 17°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 12°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten