Erbschaftssteuer wird mit Frankreich neu verhandelt
publiziert: Donnerstag, 6. Sep 2012 / 22:53 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Nov 2012 / 16:15 Uhr
Didier Burkhalter war zu Besuch in Paris. (Archivbild)
Didier Burkhalter war zu Besuch in Paris. (Archivbild)

Bern - Die strittigen Fragen zur Erbschaftssteuer zwischen der Schweiz und Frankreich werden nochmals diskutiert. Das ist das Resultat eines Treffens zwischen Aussenminister Didier Burkhalter und seinem französischen Amtskollegen Laurent Fabius am Donnerstag in Paris.

5 Meldungen im Zusammenhang
Er habe in Paris erklärt, warum das Abkommen in der Schweiz auf Widerstand stosse, sagte Burkhalter im Anschluss auf das Treffen vor den Medien in Paris. Fabius und er seien übereingekommen, dass man eine Denkpause einlegen und danach einige strittigen Punkte nochmals besprechen wolle, bevor der Bundesrat das Abkommen endgültig unterzeichne.

Burkhalter betonte, das Abkommen zur Erbschaftssteuer sei erst von den Verhandlungsführern paraphiert, jedoch noch nicht vom Bundesrat unterzeichnet worden. Die Vereinbarung zur Erbschaftssteuer stösst in der Schweiz auf breiten Widerstand, insbesondere in der Westschweiz.

Erben sollen deutlich mehr zahlen

Die Erbschaftssteuer ist Teil des Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Im Juli wurde dieser Teil auf Druck der französischen Regierung neu geregelt.

Künftig sollen Erben in Frankreich auch dann nach französischem Recht besteuert werden, wenn der Verstorbene zuletzt in der Schweiz gelebt hat.

Heute bezahlen Erben in einem solchen Fall die Erbschaftssteuer in der Schweiz - sofern der Wohnkanton überhaupt eine solche Steuer kennt. In jedem Fall bezahlen sie nur einen Bruchteil dessen, was sie dem französischen Staat abliefern müssten.

Kommt das Abkommen zur Anwendung müssten die Erben in Frankreich bis zu 45 Prozent ihres Erbes an den französischen Staat abliefern. Frankreich möchte es Franzosen künftig erschweren, der Erbschaftssteuer auszuweichen.

Abgeltungssteuer oder Informationsaustausch

Burkhalter warb bei Fabius auch für die Abgeltungssteuer zur Besteuerung von in der Schweiz vor dem französischen Fiskus versteckten Geldern. Bislang wollte Frankreich davon nichts wissen und bestand auf einem automatischen Informationsaustausch, wie ihn auch die EU fordert.

Fabius habe den Standpunkt der Schweiz gehört und versprochen, das Dossier zu studieren, sagte Burkhalter dazu.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Um Steuerhinterzieher ausfindig zu machen, ermitteln französische Steuerfahnder auch in der Schweiz. Der ... mehr lesen
Als Tourist eingereist und eine verdeckte Steuerfahndung in Genf durchgeführt.
Bern - Die Kritik am Erbschaftssteuerabkommen, das die Schweiz mit Frankreich ausgehandelt hat, nimmt zu. Die Waadtländer ... mehr lesen
Dem Wallis drohen empfindliche Einbussen, wenn die französischen Rentner mit ihren Vermögen wegbleiben.
Bern - Für reiche Franzosen könnte es künftig schwieriger werden, in der Schweiz der französischen Erbschaftssteuer ... mehr lesen
Die Schweiz würde für wohlhabende Franzoden unattraktiver.
Die Schweizer Banken sind mit den Forderungen der USA nicht einverstanden.
Die Schweizer Banken sind mit den Forderungen der ...
Gegen harte US-Forderungen  Zürich - Im Steuerstreit mit den USA wehren sich Schweizer Banken gegen harte Forderungen aus Washington, die ihnen vor kurzem ins Haus flatterten. 73 Banken der Kategorie 2 zur Bereinigung des Steuerstreits schickten nun einen Brief mit Einwänden an das US-Justizministerium. 
Die VP Bank tritt aus dem US-Programm zurück.
VP Bank zieht sich aus US-Programm zurück Vaduz/Zürich - Die Liechtensteiner VP Bank zieht sich aus dem US-Programm zur Bereinigung des Steuerstreits zurück. Umfassende ...
«Profit über das Gesetz gestellt»  Fort Lauderdale - Der frühere UBS-Manager Raoul Weil hat den Profit über das Gesetz gestellt. Er habe die US-Kunden und deren Schwarzgeld ...
Raoul Weil soll vermögenden Amerikanern bei Steuerhinterziehungen geholfen haben. (Symbolbild)
Kunden sagten über die Geschäftspraktiken des UBS-Bankers aus.
Anklage befragt Ex-UBS-Kunden im Fall Raoul Weil Fort Lauderdale - Im Prozess gegen den ehemaligen UBS-Top-Banker Raoul Weil in Florida hat die Anklage am Dienstag fünf ...
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 4°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 4°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 4°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 7°C 14°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 6°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten