Eine Tote und mehr als 80 Verletzte
Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert Taiwans Hauptstadt Taipeh
publiziert: Mittwoch, 27. Mrz 2013 / 07:37 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Mrz 2013 / 14:55 Uhr
Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 6,0 an. (Symbolbild)
Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 6,0 an. (Symbolbild)

Taipeh - Bei einem schweren Erdbeben in Taiwan sind am Mittwoch mindestens ein Mensch getötet und mehr als 80 weitere verletzt worden. Wie das taiwanische Wetteramt mitteilte, hatte der Erdstoss eine Stärke von 6,1 und war in dem gesamten Inselstaat spürbar.

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In der Hauptstadt Taipeh schwankten Gebäude, der U-Bahnverkehr wurde vorübergehend unterbrochen. In einem Tempel im zentraltaiwanischen Bezirk Nantou wurde eine 72-jährige Frau durch eine einstürzende Mauer getötet, wie die Feuerwehr mitteilte.

Mindestens 86 Menschen wurden demnach in Nantou und in den benachbarten Bezirken Changhua und Taichung leicht verletzt, zumeist durch herabstürzende Gegenstände. Das Beben löste zudem zwei Hausbrände in Nantou und Taichung aus, die aber gelöscht werden konnten. Durch das Feuer wurde ein weiterer Mensch verletzt.

Bei der Behörde gingen nach den Angaben der Rettungskräfte zudem fünf Notrufe von in Aufzügen feststeckenden Menschen ein; sie konnten alle befreit werden. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke des Bebens mit 6,0 an. Es habe sich um 10.03 Uhr (03.03 Uhr MEZ) in einer Tiefe von 20,7 Kilometern ereignet.

Das Epizentrum lag demnach 48 Kilometer von Nantou entfernt. Die taiwanische Wetterbehörde zählte in den darauffolgenden zwei Stunden fünf Nachbeben mit einer Stärke zwischen 3,7 und 4,3.

Bruchstelle zweier Platten

Das Beben war auf der gesamten Insel zu spüren und brachte in Taipeh Gebäude zum Schwanken. Die U-Bahn in der Hauptstadt stellte vorübergehend den Betrieb ein. Die taiwanische Bahngesellschaft ordnete Sicherheitstests für ihre Hochgeschwindigkeitszüge an. Von dem Betriebsstopp waren rund 30'000 Fahrgäste betroffen.

Das Fernsehen zeigte Bilder von Schulkindern, die in Nantou aus ihren Klassenräumen flohen. Auch eine Frau war zu sehen, die von Trümmern einer herabgestürzten Decke am Kopf verletzt worden war und mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht wurde.

Taiwan wird immer wieder von Erdbeben erschüttert, weil die Insel in der Nähe einer Bruchstelle zweier tektonischer Platten liegt. 1999 kamen beim tödlichsten Beben in der jüngeren Geschichte des Landes mit einer Stärke von 7,6 etwa 2400 Menschen ums Leben.

(hä/sda)

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