Erdbeben erschüttert die Schweiz
publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 07:08 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 12:02 Uhr

Bern - Ein Erdbeben der Stärke 4,1 auf der Richterskala hat letzte Nacht Teile der Schweiz erschüttert. Das Epizentrum lag bei Balsthal SO.

Das Beben erreichte einen Wert von 4,1 auf der Richterskala.
Das Beben erreichte einen Wert von 4,1 auf der Richterskala.
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2 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Schweizerischer Erdbebendienst an der ETH Zürich
Hier finden sich mehr Informationen zum Erdbeben.
www.seismo.ethz.ch/de/

Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes der ETH Zürich ereignete sich das Beben um 3.38 Uhr. Das Beben sei ziemlich weit herum zu spüren gewesen, hiess es auf Anfrage. Auch in der Stadt Bern war die Erschütterung deutlich spürbar.

In den Kernkraftwerken Leibstadt und Gösgen wurde das Erdbeben auf den betriebseigenen Messgeräten registriert. Zu Schäden kam es nicht, wie es bei den KKW auf Anfrage hiess.

Mehrere besorgte Anrufer

Gemäss Auskunft eines Sprechers der Solothurner Kantonspolizei sind wegen des Bebens keine Schadenmeldungen eingegangen. Hingegen gingen während der Nacht rund 20 Anrufe besorgter Bürgerinnen und Bürger bei der Alarmzentrale der Solothurner Kantonspolizei ein. Auch die Stadtpolizei Bern registrierte einen Anruf.

In der Schweiz werden relativ häufig Erdbeben der Stärke 2 bis 4 auf der Richterskala gemessen. Das letzte ähnlich starke Beben mit Stärke 4,0 wurden Ende Juni 2004 im Kanton Aargau registriert. Das Epizentrum lag bei Baden.

Seltene Ereignisse in der Schweiz

Die Gefahr eines Erdbebens wird derzeit in der Schweiz als mässig bis mittel eingestuft. Erhöht ist sie im Wallis, der Region Basel und in geringerem Mass in der Zentralschweiz, im Engadin und im St. Galler Rheintal.

Beben der Stärke 5 auf der Richterskala sind statistisch alle 10 Jahre zu erwarten, solche mit Stärke 6 alle hundert Jahre. Das verheerendste Erdbeben in der Schweiz ereignete sich am 18. Oktober 1356 in Basel: Im Umkreis von 30 Kilometern wurden fast alle Kirchen, Burgen und Festungen zerstört.

(rp/sda)

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