Erdbeben im Schwarzwald
publiziert: Sonntag, 5. Dez 2004 / 08:11 Uhr

Bern - Ein mittelstarkes Erdbeben hat in der Nacht die Region von Freiburg im Breisgau erschüttert. Die Erdstösse haben auch in weiten Teilen der Schweiz viele Menschen aufgeschreckt. Grössere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.

In der ETH wurden erst automatisch 5,2 gemessen.
In der ETH wurden erst automatisch 5,2 gemessen.
Das Epizentrum sei bei Waldkirch etwa zehn Kilometer nordöstlich von Freiburg im Schwarzwald gelegen, berichtete das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Baden-Württemberg. Das Erdbeben ereignete sich um 2.52 Uhr. Gemäss den Angaben betrug die Stärke 5,4 auf der Richterskala.

Laut Landesamt ist bei Beben dieser Stärke im Umkreis von 40 Kilometern um das Epizentrum mit Gebäudeschäden zu rechnen. Gemäss ersten Angaben der deutschen Polizei hat es lediglich kleine Schäden gegeben.

Die Erdstösse waren in einem Umkreis von bis zu 250 Kilometern zu spüren. So wurden auch in der Schweiz zahlreiche Menschen aus dem Schlaf gerissen.

Bei der Polizei gingen viele Anrufe besorgter Bürger ein. So meldete beispielsweise auch die Kantonspolizei des entfernt gelegenen Kantons Thurgau in der Nacht, sie habe wegen dem Erdbeben 80 Anrufe entgegen genommen.

Im Thurgau, aber auch in Basel und im Aargau gab es keine Schäden, wie es bei den Polizeizentralen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess. Auch aus dem Elsass meldete die Feuerwehr viele Anrufe besorgter Bürger, aber keine Schäden.

Der Schweizerische Erdbebendienst der ETH Zürich hatte für das Erdbeben zunächst automatisch die Stärke von 5,2 ermittelt. Seismologen wiesen dann in einem Communiqué eine Magnitude von 5,1 aus. In der Schweiz seien Schäden durch dieses Erdbeben unwahrscheinlich.

Der Erdbebendienst habe während den ersten eineinhalb Stunden pausenlos Anrufe aus allen nördlichen Kantonen und auch aus dem Berner Oberland erhalten, sagte ein ETH-Seismologe.

(rr/sda)

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