Erdbeben in Kolumbien fordert sieben Todesopfer
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 09:22 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 13:45 Uhr

Bogotá - Bei einem schweren Erdbeben in Kolumbien sind am Samstag sieben Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden Opfer von Erdrutschen und Steinlawinen auf Strassen rund um die Hauptstadt Bogotá. Mindestens 17 Menschen wurden verletzt.

Das Institut für Geophysik im US-Bundesstaat Colorado mass eine Stärke von 5,7.
Das Institut für Geophysik im US-Bundesstaat Colorado mass eine Stärke von 5,7.
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Das Epizentrum des Bebens lag rund 55 Kilometer südöstlich von Bogotá in der nur geringen Tiefe von 3,9 Kilometern. Das staatliche geologische Institut teilte mit, das Beben um 14.20 Uhr Ortszeit (21.20 Uhr MESZ) habe eine Stärke von 5,5 erreicht. US-Forscher gaben die Magnitude 5,7 an.

In der Hauptstadt brachen mindestens zwei Feuer aus, eines in einem Einkaufszentrum, ein zweites in einem Fernsehsender. An mehreren Gebäuden, darunter auch Hotels, entstanden Risse. Ein Regierungsgebäude wurde evakuiert, nachdem sich Steine aus den Wänden gelöst hatten.

Zeitweise seien auch Telefonverbindungen unterbrochen gewesen, sagte Innenminister Carlos Holguín. In kleineren Orten, die näher am Epizentrum liegen, stürzten nach ersten Angaben mindestens 40 Häuser ein. In Bogotá und umliegenden kleineren Städten im Zentrum des Landes flüchteten viele Menschen ins Freie.

Das Beben war das schwerste in Kolumbien seit neun Jahren. Bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 waren 1999 etwa 1230 Menschen ums Leben gekommen. Kolumbien liegt in einer gefährdeten Region, wo die Nazca-Platte und die südamerikanische Platte aneinanderstossen.

(dl/sda)

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