Erdbeben verursachte 200 Mio. Euro Schäden

publiziert: Freitag, 26. Nov 2004 / 12:24 Uhr

Rom - Das Erdbeben in Norditalien, das in der Nacht auf Donnerstag vor allem den Raum um den Gardasee betroffen hat, hat Schäden in Höhe von rund 200 Mio. Euro verursacht. Mehr als 500 Gebäude seien in Mitleidenschaft gezogen worden.

In Saló am Gardasee trauten sich viele nicht mehr in ihr Haus.
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Wie berichtete die Zivilschutzbehördeam berichteten wurden bei dem Erdbeben wurden laut offizieller Bilanz sieben Personen leicht verletzt. 230 Personen seien obdachlos. Sie wurden in Hotels des Gardaraums untergebracht.

Das Rathaus, das Spital und ein Waisenhaus in der Ortschaft Salo am Gardasee mussten wegen Einsturzgefahr geräumt werden. Die Schulen der Gegend blieben auch am Freitag geschlossen.

Der Präsident der Zivilschutzbehörde, Guido Bertolaso, betonte, dass die Zahl der Verletzten und die Schäden deutlich höher gewesen wären, wenn man in der Gegend nicht den Anti-Beben-Massnahmen beim Immobilienbau streng gefolgt hätte.

Das Erdbeben, das eine Stärke von 5,2 auf der Richterskala erreichte, dauerte etwa 30 Sekunden. Das Epizentrum befand sich am Ufer des Gardasees in etwa 25 Kilometern Tiefe. Italienischen Angaben zufolge handelte es sich um eines der schwersten Beben, das jemals in der Region registriert wurde.

Der Erdbebendienst in Zürich meldete, auch in weiten Teilen der Schweiz seien die Erschütterungen spürbar gewesen, insbesondere im Tessin und in Südbünden. Schäden wurde in der Schweiz jedoch keine gemeldet.

(fest/sda)

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