Erde legt sich um den Äquator mehr Bauch zu
publiziert: Donnerstag, 5. Dez 2002 / 20:02 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Dez 2002 / 22:53 Uhr

Washington - Die Erde legt sich um den Äquator einen dickeren Bauch zu, und schuld daran ist nach jüngster Erkenntnis von Wissenschaftlern auch das ungewöhnlich schnelle Schmelzen subpolaren Gletschereises.

Das Gletschereis an den Subpolaren schmilzt.
Das Gletschereis an den Subpolaren schmilzt.
Das berichtet ein internationales Forscherteam um Jean Dickey vom Jet Propulsion Laboratory in Kalifornien im US-Fachjournal Science. Dass die Erde platter wird und am Äquator zulegt, hatte Science schon im August gemeldet, gestützt auf Satelliten-Messungen der Erdanziehungskraft. Demnach wächst der Bauch unseres Planeten seit 1998.

Gleichzeitig wird der Globus immer kürbisförmiger. Als Ursache stand anfangs nur eine Umschichtung grosser Wassermassen von den Polen zum Äquator zur Diskussion. Jetzt ergänzen die Wissenschaftler, dass ein plötzlicher Anstieg subpolarer Gletschereis-Schmelze im Jahr 1998 ganz entscheidend zu dem Phänomen beigetragen habe.

Der zweite wichtige Faktor ist eine Umverteilung des Ozeanwassers. Dies könnte möglicherweise mit dem Klimaphänomen El Niño verbunden sein, das im gesamten 20. Jahrhundert im Winter 1997/98 am stärksten ausgeprägt gewesen sei, hiess es im August in Science.

Darüber hinaus kämen möglicherweise aber auch unterirdische Umverteilungen im flüssigen äusseren Erdmantel als Ursache in Frage. Der Äquator-Bauch unseres Planeten ist seit langem bekannt und rührt vor allem von der Erdrotation, deren Fliehkraft die Masse am Äquator nach aussen drängt.

Die Erde ist daher keine perfekte Kugel. Nach dem Ende der vergangenen Eiszeit hoben sich aber die von der Eislast befreiten hohen Breiten langsam etwas, was den Äquator-Bauch schrumpfen liess. 1998 haben sich die Verhältnisse umgedreht: Seitdem wächst der Äquator-Bauch wieder.

(bsk/sda)

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