Konflikt mit Arbeiterpartei
Erdogan beendet Friedensprozess mit Kurden
publiziert: Dienstag, 28. Jul 2015 / 12:05 Uhr
Recep Tayyip Erdogan: Ein Schritt zurück kommt nicht in Frage.
Recep Tayyip Erdogan: Ein Schritt zurück kommt nicht in Frage.

Istanbul - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will den Friedensprozess mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorerst nicht fortsetzen. «Es ist nicht möglich, einen Lösungsprozess fortzuführen mit denjenigen, die die Einheit und Integrität der Türkei untergraben».

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Das sagte Erdogan am Dienstag in Ankara, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Hintergrund ist der Konflikt mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK, der sich in den letzten Tagen zugespitzt hatte.

Die Türkei werde ihren Militäreinsatz gegen Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und PKK-Lager im Nordirak «mit Entschlossenheit» fortsetzen. Ein «Schritt zurück» komme nicht in Frage, sagte Erdogan vor der Abreise zu einem Staatsbesuch in China am Flughafen von Ankara.

Erdogan kündigte zudem die Schaffung einer Zone in Syrien, aus der der IS vertrieben werden soll. Die Schaffung dieser «sicheren Zone» werde die Voraussetzungen für die Rückkehr von 1,7 Millionen syrischen Flüchtlingen aus der Türkei in ihr Heimatland schaffen, sagte der Präsident. Am Montag hatte bereits ein US-Vertreter gesagt, Washington und Ankara hätten die Schaffung einer «IS-freien Zone» in Nordsyrien beschlossen.

Luftangriffe gegen IS

Die Türkei, der lange vorgeworfen wurde, dass sie den IS duldet oder sogar unterstützt, hatte in den vergangenen Tagen erstmals Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien geflogen. Gleichzeitig griff das türkische Militär auch PKK-Stellungen im Nordirak an, die mit kurdischen Einheiten in Syrien zusammenarbeitet. Kritiker mutmassen, ob die Türkei nicht vielmehr den Einfluss der Kurden in Syrien zurückdrängen will als den des IS.

Die Spannungen zwischen der türkischen Regierung und der PKK hatten sich zuletzt deutlich verschärft. Hintergrund ist ein Selbstmordanschlag in der Grenzstadt Suruc mit 32 Toten in der vergangenen Woche, für den der IS verantwortlich gemacht wird.

Viele Kurden geben der Regierung in Ankara jedoch eine Mitschuld. Sie werfen ihr vor, die Aktivitäten der Dschihadisten zu lange geduldet zu haben. Die PKK hatte nach dem Anschlag mehrere Attentate auf türkische Polizisten verübt.

(bg/sda)

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Recht primitiv, zombie
solches von sich zu geben:
"PKK-Chef A. Öcalan sitzt jetzt gut gelaunt auf Imrali und hält sich vor lauter Lachen den Bauch fest, weil die Türkei nun doch noch in nordsyrische Falle gegangen ist, die die PKK/YPG gelegt hat." Ende Zitat zombie. So stellen sich vielleicht Schulkinder die Sache vor, aber kein Erwachsener!

Aber einmal ganz normal und einfach: Die Kurden bereiteten dem Grössenwahnsinnigen eine Wahlniederlage, dafür sollen sie nun büssen.
Nur die Nato hindert diesen selbsternannten Türkenführer daran, dazu auch noch den IS gegen die Kurden einzuspannen, so sieht's aus!
R. Erdogan...
ist in die syrische Falle getappt, die ihm von seinen Gegenspielern gestellt worden ist. Nun wird viel unschuldiges türkisches Blut fliessen und der Daesh (IS) sowie die PKK abwechselnd Unschuldige überall im Land ermorden.
Jede direkte militärische Intervention der Türkei im Alleingang in Syrien und im Irak kann nur dazu führen, das die Türkei viel verlieren wird. Und hierbei nicht nur Menschenleben.
Der Westen hat sich bisher geschickt aus der syrischen Schlangengrube zurück gehalten und statt dessen ihre Politiker und Presse gegen die Türkei aufgehetzt.
PKK-Chef A. Öcalan sitzt jetzt gut gelaunt auf Imrali und hält sich vor lauter Lachen den Bauch fest, weil die Türkei nun doch noch in nordsyrische Falle gegangen ist, die die PKK/YPG gelegt hat.
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